Regionaler Arbeitskreis Rhein
Ziele des Arbeitskreises sind die Vernetzung der regionalen Akteure, die Förderung des Austausches von Erfahrung und Fachwissen sowie die Durchführung einer regionalen Bestandsaufnahme und Bereitstellung aller Planungen, Projekte, Untersuchungen und Fragestellungen rund um den Flussraum.
Auf der Grundlage der vorangegangenen Arbeit und des vom Arbeitskreis Rhein formulierten Doppelthemas Flussdynamik und Raumentwicklung wurde ab dem Jahr 2010 der Arbeitsschwerpunkt „Entwicklung einer RheinCharta als gemeinsame Absichtserklärung der Region“ weiter vorangetrieben.
Basierend auf einer umfangreichen Bestandsaufnahme und Bereisungen wurden sieben so genannte „Rheine“, entwickelt und als Grundgerüst für die Charta definiert. Diese beschreiben die Situation am Rhein, thematisieren künftige Entwicklungen und geben Hinweise auf die unterschiedlichen Ansprüche, die sich den Rheinraum zwischen Bad Honnef und Meerbusch teilen müssen.
Die Charta ist eine freiwillige Selbstverpflichtung und eine gemeinsame Qualitätsvereinbarung der Rheinanlieger in der Region Köln/Bonn zum Umgang mit ihrem Flussabschnitt . Sie ist inhaltliche Grundlage der weiteren Zusammenarbeit. Die Rheincharta bietet eine Orientierung, wie das Aushängeschild der Region, der Rhein und die Raumentwicklung an seinen Ufern, qualitätsvoll und zukunftsorientiert, weiterentwickelt werden kann.
Ein erstes Zwischenergebnis als auch erste formulierte Rheinchartathesen wurden der Fachöffentlichkeit auf der Internationalen Rheinkonferenz in Bonn vorgestellt und diskutiert. Vom 17. Bis 19. November 2010 fand im Bonner World Conference Center die erste Rheinkonferenz der Regionen am Fluss statt in deren Fokus Zukunftsfragen und Perspektiven der Raumentwicklung am Rhein standen. (Eine Dokumentation dieser Konferenz steht unter www.rheinkonferenz2010.de zum download bereit.)
Die Rheincharta liegt seit Sommer 2011 nun als erster Diskussionsentwurf vor und wurde im September 2011 mit Unternehmen, Bürgern, Vereinen, Planern und Planungsverbänden diskutiert. Die Ratifizierung erfolgte am 14.12.2011 im Rahmen der Rheinkonferenz 2011 in Wesseling (Eine Dokumentation dieser Konferenz steht hier unter Rheinkonferenz 2011 zum download bereit.) Nun folgt eine umfangreiche Phase der regionsinternen Kommunikation und eine ständige Fortschreibung der Charta. Hinzu kommen der Aufbau von Organsiations- und Entscheidungsstrukturen sowie die Entwicklung von Projekten, die sich an den Grundlagen der Rheincharta orientieren.
Die Rheincharta ist als Arbeitsgrundlage ein informelles Instrument und soll es auch bleiben. Wirksam wird sie, indem ihre Ziele in konkreten Projekten angewandt und erfolgreich erprobt werden. Durch Transparenz, Kommunikation, Fortschreibung und Einbringung in laufende und kommende Planverfahren erhält die Rheincharta ihre „freiwillige Verbindlichkeit“ und Legitimation.
Die Rheincharta wird gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).
Im Arbeitskreis Rhein sind vertreten: Bezirksregierung Köln; Rhein-Erft -Kreis; Rhein-Kreis-Neuss; Rhein-Sieg-Kreis; Bundesstadt Bonn; Stadt Köln; Stadt Leverkusen; Stadt Niederkassel; Stadt Bornheim; Stadt Königswinter; Stadt Bad Honnef; Stadt Wesseling; HGK Köln AG; IHK zu Köln; IHK Bonn/Rhein-Sieg; Handwerkskammer Köln; Landwirtschaftskammer NRW; Wasser-und Schfffahrtsamt Köln; Montag Stiftung Urbane Räume gAG; Regionale 2010 Agentur; Region Köln/Bonn e.V..