
Logistik ist weit mehr als Lagerung und Transport. Sowohl die chemische als auch die pharmazeutische Industrie (Chemiestandort Region Köln/Bonn) stellen ein großes Potenzial für die Unternehmen der Region dar. Spezialisten bilden Wertschöpfungsketten, die durch innovative Softwaresysteme unterstützt werden. Die Region hat optimale Voraussetzungen für diese Logistik der Zukunft: Ein gewachsener Mittelstand findet hier ein gutes Umfeld und starke Partner, beispielsweise im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (Informations- und Telekommunikationsstandort Region Köln/Bonn). Dabei sind auch die Logistikriesen auf dem boomenden Markt für Kurier-, Express- und Postdienste (KEP) in der Region ansässig: Sie schaffen beste Voraussetzungen dafür, dass auch in Zukunft eine Menge bewegt werden wird.
Die Logistikbranche gilt als eine Branche mit sehr hohem Wachstumspotenzial. Dabei zählt die Region Köln/Bonn bereits jetzt zu den führenden Logistikzentren Europas: Tendenz steigend. Rund 4.800 Unternehmen sorgen dafür, dass ein Jahresumsatz von annähernd 60 Milliarden Euro erwirtschaftet wird.
Köln/Bonn im Aufwind - Zu Lande, zu Wasser und in der Luft
Zentrale Bedeutung für den Logistikstandort hat der Köln Bonn Airport, Deutschlands zweitgrößter Frachtflughafen. Hier werden jährlich über 700.000 Tonnen Frachtgut auf den Weg gebracht. Die Zeichen stehen auf Wachstum. Dies gilt nicht nur für den Frachtverkehr, auch als Verkehrsflughafen hat sich Köln/Bonn vor allem dank führender Low-Cost-Carrier mittlerweile etabliert. Aufgrund des neuen und hochfunktionalen ICE-Bahnhofes und der damit verbundenen Anbindung an das nationale und internationale Bahnnetz liegen auch hier noch erhebliche Wachstumspotenziale.
In Sachen Güterverkehr per Bahn ist die Region bundesweit bereits "Spitze". Mit dem Güterverkehrszentrum Köln-Eifeltor verfügt sie über Deutschlands größten Umschlagbahnhof für den kombinierten Güterverkehr, der zugleich führend im europäischen Binnenland ist. Mit einer Verladekapazität von täglich 1.200 Containern schafft der Schienenverkehr in jedem Jahr einen Leistungsumfang, für den 280.000 Schwerlastzüge auf der Straße benötigt würden. Der direkte Autobahnanschluss ermöglicht schnelle Wege und kurze Umschlagzeiten.
Die "Häfen und Güterverkehr Köln AG" unterhält zudem ein eigenes Eisenbahnnetz und betreibt vier Rheinhäfen. Dank dieser intelligenten Kombination der Verkehrswege Wasser und Schiene wird die Wirtschaftsregion im Herzen des Rheinlandes in einzigartiger Weise mit dem Rest der Welt verbunden.
Die Häfen der Region weisen mit rund 8.000 Schiffen pro Jahr die zweitgrößte Binnenhafenkapazität in Deutschland auf und haben auch international eine große Bedeutung. So gilt Köln-Niehl als eine wichtige Drehscheibe für den kombinierten Ladeverkehr, der Hafen in Köln-Godorf ist einer der umschlagstärksten Häfen für Öl, Gas und chemische Flüssigprodukte. Da die Chemieunternehmen in der Regel keine eigenen Fuhrparks unterhalten, hat sich eine Reihe hoch spezialisierter Chemielogistik-Firmen in der Region angesiedelt. Sie sorgen u.a. dafür, dass die Erzeugnisse in der produzierten Qualität bei den Abnehmern ankommen.