12.12.2009
Rund 20 Millionen Euro Förderung für das Grüne C
[Quelle: Regionale 2010]
Für die Region gab es ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk: NRW-Minister Lutz Lienenkämper überbrachte den Zuwendungsbescheid für das Regionale 2010 Projekt „Grünes C“ in Höhe von rund 20 Millionen Euro. In Anwesenheit von Regierungspräsident Hans Peter Lindlar nahm Frithjof Kühn, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, stellvertretend für die beteiligten Kommunen den Bescheid entgegen.
„Das ist ein großer Tag für die Region und das Projekt“, sagte Landrat Frithjof Kühn, „In diesem Projekt kommt die gute regionale Zusammenarbeit zwischen den Rhein-Sieg-Kreis Kommunen und der Bundesstadt Bonn zum Ausdruck. Unsere noch vorhandenen Freiräume in Natur und Landschaft stehen zunehmend im Spannungsfeld zwischen Siedlungserweiterung, Ortsrandentwicklung, wirtschaftlichen Wachstum, Agrarnutzung, Naherholung und Natur und Landschaftsschutz. Nur gemeinsam können wir diesen zunehmenden Verbrauch von Freiraum entgegenwirken, indem wir eine regional abgestimmte Raumplanung vorgeben und umsetzen.“
Genau über diese gute Kooperation freute sich auch Lutz Lienenkämper: "Das Regionale 2010-Projekt 'Grünes C' erhält heute rund 20 Millionen Euro - immerhin die größte Fördersumme, die das Land im Rahmen dieses Strukturprogramms interkommunalen Akteuren im Rhein-Sieg-Kreis und in Bonn bereit stellt. Ihr Projektverbund hat beispielhaft mit Erfolg über die Grenzen von Kreis und Kommunen hinweg kooperiert. Herzlichen Glückwunsch und gute Umsetzung!"
Das Regionale 2010 Projekt „Grünes C“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Städte Bonn, Troisdorf, Sankt Augustin, Niederkassel und Bornheim sowie der Gemeinde Alfter. Ziel des Projektes ist es, den noch vorhandenen Freiraum zu sichern, die Ortsränder zu stärken so genannte Klimaschneisen zu schaffen und zu sichern sowie den Brückenschlag zwischen dem Rheinufer in Niederkassel auf der einen Seite und Bonn auf der anderen Seite auszubauen. Die Gesamtkosten des Projektes betragen rund 25 Millionen Euro, von denen 80 Prozent mit EU- und Bund-/Landesmitteln gefördert werden.
Das ,Grüne C´ ist kein homogenes Gebilde, es handelt sich um eine Abfolge unterschiedlichster Landschaftsräume, die über ein verbindendes, prägnantes Wegeband [link] am Nordrand der Stadt Bonn über den Rhein hinweg zwischen Kottenforst, Waldville, Rheinaue, Siegmündung, Siebengebirge und Pleiser Hügelland zu einem gemeinsamen Ganzen verbunden werden. So entsteht ein über besondere Tore erschlossener Landschaftsraum, der durch grüne Ortsränder und wegbegleitende Bepflanzungen entlang des „links“ gestärkt und durch ein Informationssystem sowie weitere Ausstattungselemente unterstützt wird. In allen sechs Partnerkommunen werden darüber hinaus gezielt einzelne Grünzüge oder kleinere „Lupenräume“ gesichert und aufgewertet.
„Ein besonders wichtiger Aspekt in diesem Projekt ist die Attraktivität der vorhandenen Freiräume und Kulturlandschaften zu stärken damit sich die Bevölkerung noch stärker mit ihrer Region identifiziert. Denn nur was ich kenne und schätze werde ich auf Dauer auch schützen und erhalten“, sagte Landrat Kühn abschließend.