28.05.2011
Von der Strundequelle zur Alten Dombach
[Quelle: Regionale 2010]
Neugierig schaut die kleine Wandergruppe in das mit Natursteinen gefasste Becken, in dem immer wieder Wasser- und Luftblasen hochsteigen. Hier am Startpunkt der Wanderung erfahren die Teilnehmer etwas über die besonderen geologischen Verhältnisse im Osten von Bergisch Gladbach, deren Ursprünge 400 Mill. Jahre zurückliegen.
Doch auch die Gegenwart, die Ziele von RegioGrün werden thematisiert und die Konzeptplanung des Ostkorridors, der „Kultur- und Landschaftsachse Strunder Bach“ erläutert.
Unter der Führung von Thomas Klostermann und Wolfgang Leuthe, beide StadtGrün Bergisch Gladbach, führt der in Abschnitten bereits verbesserte Wanderweg vom neu gestalteten Quellbereich durch eine vielfältige Kulturlandschaft mit historischen Mühlen- und Burgenstandorten, ehemaligen Steinbrüchen und Kalköfen.
An der Malteser Komturei machen die Teilnehmer eine Zeitreise ins Mittelalter, erfahren etwas über die Ordensgeschichte und die Lebensverhältnisse im abseits gelegenen Strundetal. Kirche und Mühle sind ebenfalls als Teile der alten Burg Oberstrunden erhalten geblieben.
Etwas weiter Bach abwärts erzählt „Gut Schiff“ die hochexplosive Geschichte der Pulverproduktion im Strundetal. Nach schwierigen Anfängen 1760 und einer Explosion 1803, wurde die Anlage derart ausgebaut, dass sie mit vier Pulvermühlen im 19. Jahrhundert überregionale Bedeutung erlangte. Am so genannten „Staubmühlchen“ sind Mauerreste, Zulaufgräben und Schutzwälle noch gut erkennbar.
Am Schlusspunkt der Wanderung, im Papiermuseum „Alte Dombach“, erfahren die Wanderer Spannendes rund um die Themen gewerbliche und industrielle Papierproduktion, ohne die die Entwicklung von Bergisch Gladbach zur Großstadt nicht vorstellbar ist. In der Gartenwirtschaft des Museums klingt die Veranstaltung allmählich aus.
Bilder: Manfred Dasbach (Bild 1-6), Thomas Klostermann (Bild 7/8)
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