20.01.2017

Agglomerationskonzept: Startschuss zum Zukunftsdialog für die Region Köln/Bonn gefallen

Am Regionalforum, der Auftaktveranstaltung zum Projekt, nahmen mehr als 300 regionale Akteure teil.

Zum Regionalforum, dem offiziellen Startschuss im Dialog- und Planungsprozess des Projektes "Agglomerationskonzept" für die Region Köln/Bonn, kamen rund 300 regionale planungsverantwortliche Akteure aus Kreisen, Kommunen, Zweck- und Interessensverbänden und der Politik im Universitätsclub Bonn am Montag, den 16. Januar 2017 zusammen.

Das Regionalforum bildete den Startschuss für einen auf ca. zwei Jahre angelegten regionalen Dialogprozess zu einem Zukunftsbild für die räumliche Entwicklung der Region Köln/Bonn bis 2040, an dem die raumgestaltenden Akteure der Region und interdisziplinäre Planungsteams gemeinsam arbeiten werden. Ziel ist die Erarbeitung eines gemeinsamen Zielbildes für die räumliche wie auch infrastrukturelle Entwicklung sowie die Ableitung von Lösungsansätzen für die Herausforderungen und Zukunftsfragen der dynamischen Region Köln/Bonn. "Der Ansatz, sich auf ein gemeinsames Raumbild für die Zukunft der Region zu verständigen, macht das Agglomerationskonzept zu einem Piloten für die weiteren Regionen in Nordrhein-Westfalen", so Martin Hennicke von der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen bei seiner Begrüßung.

Zentral ist dabei die Frage, wie die konkurrierenden Nutzungsansprüche Siedlungsentwicklung versus Freiraumsicherung versus Klimawandel versus Wohnraumversorgung versus Gewerbe- und Industrieflächen in Einklang gebracht werden und eine regionale "Arbeitsteilung" gestaltet werden kann. "Es braucht mehr denn je gemeinsame Planungsperspektiven und Konzepte als Verständigungsbasis" betonte Landrat Jochen Hagt, stellvertretender Vorsitzender des Region Köln/Bonn e.V. bei seiner Begrüßung. "Das Agglomerationskonzept mit einer gemeinschaftlichen Zukunftsvision für Siedlungs-, Mobilitäts- und Freiraumentwicklung für die Region bis 2040 setzt auf verbindliche Zusammenarbeit über kommunale und Ressortgrenzen hinweg."

Regierungspräsidentin Gisela Walsken machte deutlich: "Als Regionalplanungsbehörde für den Regierungsbezirk Köln begrüßen und unterstützen wir das Projekt Agglomerationskonzept ausdrücklich und sind eng in den Prozess der Vorbereitung und jetzt anstehenden Umsetzung eingebunden. Wir erwarten aus dem Projekt wichtige Impulse für unser formelles Planverfahren zum neuen Regionalplan und wollen das Agglomerationskonzept als zentralen Fachbeitrag der Region Köln/Bonn dort einbringen."

Im Rahmen des Regionalforums, in dem die Akteure über Ziele, den Prozess und Meilensteine informiert wurden und gemeinsam an Thementischen zu Thesen der räumlichen Entwicklung diskutiert haben, wurde die Bereitstellung von Wohnungs- und Wirtschaftsflächen mit einem zukunftsfähigen Aus- und Umbau der Verkehrsinfrastruktur als zentrale Herausforderung für die Zukunftsfähigkeit der Region herausgearbeitet.

Die Erkenntnisse aus dem Regionalforum werden in Workshops, in denen bis Sommer an der Diagnose gearbeitet wird, eingebracht und weiterentwickelt. Auf dieser Basis werden ab Herbst 2017 Szenarien und mögliche Raumbilder durch vier Planungsteams entwickelt und dann gemeinsam mit regionalen Akteuren zu einem Gesamtbild der Entwicklung verdichtet.

Träger und Organisator des Zukunftsdialogs zu dem ersten Agglomerationskonzept in Deutschland ist der Region Köln/Bonn e.V. in Kooperation mit der Nahverkehr Rheinland GmbH. Unterstützt wird der intensive Prozess aus Workshops, Kolloquien und Foren durch ein Begleitteam, einer Steuerungsgruppe aus regionalen Akteuren sowie einem Expertengremium. Das Projekt wird im Rahmen des Projektaufrufs Regio.NRW aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) von der Europäischen Union und dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Weitere Informationen zum Prozess und Meilensteinen unter: www.agglomerationskonzept.de

Ansprechpartner für das Projekt Agglomerationskonzept beim Region Köln/Bonn e.V.:

Jens Grisar
grisar[at]region-koeln-bonn.de

0221-925 477-40

Christoph Hölzer
hoelzer[at]region-koeln-bonn.de
0221-925 477-55


Impressionen vom Regionalforum, das am 16. Januar im Uniclub Bonn stattfand.