Energie/Klima - innovativ und dialogorientiert

Die Energiewende ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Ambitionierte Klimaschutzziele wurden auf internationaler, Bundes- und Landesebene definiert. Die entsprechenden Maßnahmen müssen vor Ort umgesetzt werden. Dazu sind vielfältige Anstrengungen unter anderem in den Bereichen "Energieerzeugung", "Energieeffizienz", "Verkehr" und "intelligente Netze" notwendig.

Um in einen Dialog über die regionalen Auswirkungen der Energiewende zu treten, hat der Region Köln/Bonn e.V. im Jahr 2009 die Kooperationsrunde Energie/Klima gegründet. Diese vernetzt die Klimaexperten der Mitgliedskommunen und -institutionen und bietet eine Plattform für den Austausch über gelungene Projektbeispiele und regionale Trends sowie für den Dialog zwischen Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung.

Ende des Jahres 2012 hat der Region Köln/Bonn e.V. das „Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie“ mit der Erarbeitung einer regionalen Strategie im Bereich Energie und Klima beauftragt. Während dieses Prozesses wurde ein Innovationskatalog mit herausragenden Projekten aus den Bereichen "regenerative Energien", "Bauen und Wohnen", "Verkehr", "Wirtschaft", "Beratung" und "Forschung" aufgelegt. Darüber hinaus haben im Jahr 2013 mehrere Workshops mit Experten aus der Region zu zentralen Themen der Energiewende stattgefunden. Gemeinsam wurden Aufgaben im Bereich "Energie und Klima" abgestimmt, die auf regionaler Ebene von Bedeutung sind und zukünftig bearbeitet werden sollen. Die Empfehlungen mündeten in ein Meilensteinpapier, das ausgehend von den gesammelten Daten und Erfahrungen die Vision einer sogenannten „smart region Köln/Bonn“ entwickelt. Ziel ist es diese Zukunftsthemen in das Bewusstsein von Fachverwaltungen und relevanten Akteuren der Region zu rufen.

Im Jahr 2015 hat der Region Köln/Bonn e.V. das Unternehmen „agiplan GmbH“ mit einer maßnahmenscharfen Analyse der Klimaschutzkonzepte in den Kommunen und Kreisen der Region beauftragt. Erfreulicherweise hat bereits ein Großteil der Kommunen ein entsprechendes Konzept aufgestellt. Das Thema Klimawandelanpassung spielt in den kommunalen Planungen bisher jedoch eine untergeordnete Rolle. Wetterextreme werden zunehmen. Es gilt deshalb bereits heute Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, um die Auswirkungen dieser Extreme, vor allem in den exponierten, verletzlichen teilen der Region, abzumildern.

Vor diesem Hintergrund entwickelt die Region Köln/Bonn eine „Regionale Klimawandelvorsorgestrategie“ (KWVS). Der Schwerpunkt wird dabei auf die räumliche Anpassung an die Klimafolgen gelegt. Die KWVS ist ein dreijähriger fachlicher Diskussions- und Dialogprozess, der die Kommunen, Kreise und Fachplanungen in der Region Köln/Bonn für den präventiven Umgang mit den Klimafolgen sensibilisieren und unterstützen wird. Hierzu werden zunächst die voraussichtliche Klimaveränderung und die Verletzlichkeit (Vulnerabilität) der Region untersucht. In regionalen Teilräumen werden diese Grundlagenergebnisse anschließend mit den relevanten Institutionen diskutiert und Lösungsansätze entwickelt. Im Ergebnis werden mit der KWVS integrierte fachliche und methodische Argumentations- und Entscheidungshilfen für die Kommunen, Kreise und Fachplanungen der Region Köln/Bonn erarbeitet, um diese in planerische Entwicklungskonzepte auf unterschiedlichen Maßstabsebenen zu integrieren sowie konkrete Projekte abzuleiten und zu realisieren.

Die Umsetzung dieser integrierten Strategien wird in den nächsten Jahren den Kern der Aktivitäten des Region Köln/Bonn e.V. im Bereich Energie/Klima bilden.

www.region-koeln-bonn.de/de/themen/integrierte-raumentwicklung/klimawandelvorsorge/index.html