Regionale Klimawandelvorsorgestrategie

Die Region Köln/Bonn stellt sich den Herausforderungen des Klimawandels und entwickelt in den kommenden drei Jahren eine Strategie für die Klimaanpassung.

Starkregenereignisse in Wachtberg, die kleine Bäche in reißende Flüsse verwandeln, Niedrigwasser auf dem Rhein, das die Schifffahrt zum Erliegen bringt, Wasserknappheit in den Talsperren des Bergischen Landes, Hitzebelastungen in den innerstädtischen Quartieren, die gesundheitliche Probleme verursachen oder lange Trockenzeiten in der Börde, die die Ernte verschieben bzw. gefährden: allesamt Ereignisse, die in der jüngsten Vergangenheit in der Region Köln/Bonn stattfanden und belegen, dass sich die Veränderungen des Klimas auf sehr unterschiedliche Art und Weise und in allen Teilräumen der Region Köln/Bonn für Mensch und Umwelt bemerkbar machen und viele Handlungsfelder berühren.

Die betroffenen Kommunen, Aufgabenträger und Akteure haben daraufhin erste Lösungsansätze zur Anpassung an die Klimafolgen entwickelt. Diese leiten sich aber bislang noch nicht aus einem Gesamtkonzept ab, das die thematischen und räumlichen Herausforderungen auf der regionalen Ebene zusammenhängend betrachtet und damit als gemeinsame Handlungs- und Entscheidungsgrundlage herangezogen werden kann. Dafür mangelt es als Grundlage u.a. an regionsweiten Analysen über die voraussichtlichen Klimaveränderungen, regionale Verletzlichkeiten und Anpassungskapazitäten. Über die direkt von den Klimaereignissen betroffenen Teilräume hinaus existiert in der Region Köln/Bonn damit noch kein hinreichendes Bewusstsein für die Folgen der Klimaveränderungen und kein regionales Meinungsbild über die wesentlichen Auswirkungen, Ursachen und Lösungsansätze.

Vor diesem Hintergrund wird die Region Köln/Bonn eine „Regionale Klimawandelvorsorgestrategie“ (KWVS) entwickeln. Der Schwerpunkt wird dabei auf die räumliche Anpassung an die Klimafolgen gelegt. Die KWVS ist ein dreijähriger fachlicher Diskussions- und Dialogprozess, der die Kommunen, Kreise und Fachplanungen in der Region Köln/Bonn für den präventiven Umgang mit den Klimafolgen sensibilisieren und unterstützen wird. Hierzu werden zunächst die voraussichtliche Klimaveränderung und die Verletzlichkeit (Vulnerabilität) der Region untersucht. In regionalen Teilräumen werden diese Grundlagenergebnisse anschließend mit den relevanten Institutionen diskutiert und Lösungsansätze entwickelt. Im Ergebnis werden mit der KWVS integrierte fachliche und methodische Argumentations- und Entscheidungshilfen für die Kommunen, Kreise und Fachplanungen der Region Köln/Bonn erarbeitet, um diese in planerische Entwicklungskonzepte auf unterschiedlichen Maßstabsebenen zu integrieren sowie konkrete Projekte abzuleiten und umzusetzen.

Begleitet wird die Entwicklung der KWVS von einem Kommunikations- und Beteiligungsprozess, der sich vor allem an die Verwaltungen und die Politik richtet: neben drei Fachveranstaltungen während der Prozesslaufzeit werden in Teilräumen der Region Köln/Bonn Workshops durchgeführt, um dort die o.g. Ergebnisse gemeinsam mit den lokalen Akteuren zu erarbeiten.

Die Entwicklung der KWVS wird im Rahmen des EFRE-Projektaufrufs „Regio.NRW“ von der EU und anteilig vom Land NRW über das Umweltministerium gefördert.

Gefördert von:

Kontakt:

Joris Allofs
Projektmanagement Energie und Klima
Tel.: +49 221 925477-64
Fax: +49 221 925477-8-64
allofs[at]region-koeln-bonn.de

Thomas Kemme
Projektmanagement/Natur und Landschaft/Integrierte Raumenentwicklung/Kulturelles Erbe
Tel.: +49 221 925477-43
Fax: +49 221 925477-8-43
kemme[at]region-koeln-bonn.de

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