StadtUmland.NRW - drei Konzepte mit beteiligten Kommunen aus der Region Köln/Bonn in zweiter Phase wegen besonderem Vorbildcharakter für NRW hervorgehoben

Großstädte und ihre Nachbarkommunen entwickeln gemeinsame Zukunftskonzepte

Mit der Initiative StadtUmland.NRW hatten der ehemalige Stadtentwicklungsminister Michael Groschek und der ehemalige Staatssekretär Michael von der Mühlen Großstädte und ihre Nachbarkommunen in NRW im Frühjahr diesen Jahres dazu eingeladen, Zukunftskonzepte zur verstärkten Kooperation zu erarbeiten.  

An dem Projektaufruf zur Initiative StadtUmland.NRW haben sich 13 Stadtumlandverbünde aus NRW, bestehend aus insgesamt 91 Kommunen und elf Kreisen beteiligt. Eine fachübergreifend besetzte Jury hat jetzt acht Verbünde ausgewählt.

Die eingereichten Beiträge beinhalten sowohl konkrete Projektvorschläge – etwa die Entwicklung von regionalen Radschnellwegen oder die Gründung gemeinsamer Wohnsiedlungen – als auch umfangreiche Strategien. Diese umfassen verschiedene Themenfelder wie Mobilität, Wohnungsbau und Imageaufwertung. 

Von den acht ausgewählten Arbeiten betreffen das Gebiet der Region Köln/Bonn nach Angaben des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalens (MBWSV NRW) folgende fünf Beiträge:  

  1. „Stadt Umland Netzwerk (S.U.N.)“ der Stadt Köln und dem Rhein-Erft-Kreis mit den beteiligten Städten: Bedburg, Bergheim, Brühl, Dormagen, Elsdorf, Erftstadt, Frechen, Hürth, Kerpen, Pulheim, Rommerskirchen und Wesseling
  2. „Raumperspektive 2035“ der Städte Köln, Leverkusen und Bergisch Gladbach, der beiden Kreise Rheinisch-Bergischer Kreis und Rhein Sieg Kreis mit den beteiligten Städten: Niederkassel, Rösrath und Troisdorf und den Kooperationspartnern Nahverkehr Rheinland (NVR), Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und Region Köln/Bonn e.V.
  3. „BonnUmland – shareregion“ der Bundesstadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis mit den beteiligten Kommunen: Alfter, Bad Honnef, Bornheim, Hennef, Königswinter, Meckenheim, Niederkassel, Rheinbach, Sankt Augustin, Siegburg, Swisttal, Troisdorf und Wachtberg
  4. „Zwischen Rhein und Wupper zusammen – wachsen“ der Städte Düsseldorf, Wuppertal, Solingen, Remscheid sowie dem Kreis Mettmann und der Stadt Leverkusen sowie die beiden Kreise Oberbergischer Kreis und Rheinisch-Bergischer Kreis aus der Region Köln/Bonn mit den beteiligten Kommunen: Haan, Hilden, Langenfeld, Mettmann, Monheim, Velbert, Wülfrath und den Städten aus der Region Köln/Bonn: Burscheid, Hückeswagen und Wermelskirchen
  5. „RegioNetzWerk“ der Städte Duisburg, Düsseldorf und Krefeld mit dem Kreis Mettmann und den beteiligten Kommunen: Ratingen und Meerbusch aus der Region Köln/Bonn

Die ausgewählten Stadtumlandverbünde wurden in der zweiten Phase der Initiative StadtUmland.NRW vom MBWSV NRW mit je 200.000 Euro für die Ausarbeitung der Zukunftskonzepte finanziell unterstützt. Sie haben Ideen eingereicht, wie Herausforderungen in den Bereichen Stadt- und Siedlungsentwicklung, Wohnungsbau und Mobilität partnerschaftlich gemeistert werden können.

Die Stadtumlandverbünde haben ihre Zukunftskonzepte in der zweiten Phase des Aufrufs weiterentwickelt, mit Fachleuten diskutiert und am 07. April zur Endabgabe eingereicht. Eine fachübergreifende Jury diskutierte und prämierte die Konzepte am 10. Mai 2017 in einem Preisgericht.

Aufgrund eines herausragenden methodischen wie inhaltlichen Niveaus sowie ihrer innovativen und integrierten Ausrichtung wurden drei Konzepte mit besonderem Vorbildcharakter für NRW hervorgehoben: 

Die Jury würdigte die Qualität aller acht eingereichten Zukunftskonzepte, da sie allesamt integrierte Planungsansätze anstatt sektoraler Betrachtungen in den Blick nehmen, neue Stadt-Umland-Kooperationen auf Augenhöhe etablieren, Umlandgemeinden zur Verantwortungsübernahme bewegen und durch interkommunale Strategien neue Kräfte freisetzen.

Die Konzepte werden in den kommenden Monaten kollegial und mit Fachleuten diskutiert, weiterentwickelt und schließlich präsentiert. Als Ergebnis werden Antworten auf die Fragen der gemeinsamen Entwicklung und eine Fokussierung auf neu integrierte Raumentwicklungs- und Mobilitätskonzepte erwartet – auf einer höheren als bislang üblichen Stufe des Dialogs und der strategischen Ausrichtung.

Weitere Informationen: http://www.stadtumland-nrw.de/phase-2/ergebnisse-der-phase-2.html