Grußwort von Staatssekretär Enak Ferlemann zum Festakt Metropolregionen im BMVI, Berlin, 26. September 2016

Grenzenlos kooperativ - 20 Jahre Europäische Metropolregionen in Deutschland

Stadt-Land-Partnerschaften gestalten die Zukunft Deutschlands.

Seit 20 Jahren arbeiten die deutschen Metropolregionen in Projekten an der grenzübergreifenden Partnerschaft von Land und Stadt und stärken so die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Region und ganz Deutschlands. Seit 15 Jahren kooperieren sie im „Initiativkreis Europäische Metropolregionen in Deutschland“. In einem Festakt in Berlin wurde diese erfolgreiche Zusammenarbeit gewürdigt.

Schirmherr des Festaktes am 26. September im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur war Bundesminister Alexander Dobrindt. Zu den Festrednern gehörten der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann, der Präsident des Bremer Senats, Bürgermeister Dr. Carsten Sieling sowie Rüdiger Ahrend, Sachverständiger für Regionalentwicklung von der OECD.

So betonte Staatssekretär Ferlemann in seiner Rede: „Die Metropolregionen in Deutschland haben sich etabliert. Sie sind keine abstrakte Kategorie der Raumordnung mehr, sondern im Alltag der Menschen als gemeinsame Lebens- und Handlungsräume angekommen. Ich unterstütze diese Entwicklung ausdrücklich und gratuliere Ihnen zu diesem Erfolg herzlich.“

Bremens Bürgermeister Dr. Sieling ergänzte: „Wichtige Trends werden unser Land verändern: Dazu gehören der demografische Wandel, die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft und die Energiewende. Für unsere Metropolregionen ergeben sich daraus gemeinsam mit den Ländern, dem Bund und der EU viele neue Gestaltungschancen.“

Im Jahr 1995 hat die Ministerkonferenz für Raumordnung die ersten Europäischen Metropolregionen in Deutschland anerkannt. Weitere kamen 2005 hinzu. Inzwischen sind es elf Metropolregionen von europäischer Bedeutung. In ihnen arbeiten Städte und ländliche Räume über Grenzen hinweg zusammen.

Metropolregionen machen heute 53 Prozent der Fläche der Bundesrepublik Deutschland aus, in ihnen leben rund 66 Prozent der Bevölkerung. Hier werden 70 Prozent des bundesdeutschen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Und sie erfüllen wichtige Funktionen: Sie sind bedeutende Verkehrsknotenpunkte und Wirtschaftszentren sowie stark in Innovation und Bildung. Hier konzentrieren sich Forschungsstätten und Hochschulen. Das macht sie als Standorte für Unternehmen attraktiv, die ein breit gefächertes Angebot an Arbeitsplätzen bereitstellen und Innovationen vorantreiben. Als Motoren der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung erhalten sie die Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit Deutschlands und Europas.

Da die moderne Lebenswelt oft nicht den historischen Grenzen zwischen Bundesländern, Kreisen und Kommunen entspricht, stärken Metropolregionen hier die notwendige Kooperation. Durch ihre regional angepassten Verwaltungs- und Regierungsstrukturen und die Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Wissenschaft leben sie eine Kooperationskultur, die der gesamten Region zugutekommt.

In Metropolregionen werden mit einer Vielzahl von Partnern Projekte zu verschiedenen Herausforderungen entwickelt: sei es im Bereich der Naherholung, der Verkehrsplanung, der Siedlungs- oder der Gewerbeflächenentwicklung. So zieht die Zusammenarbeit in der Gewerbeansiedlung große, mittlere und kleinere Unternehmen an und führt zu einer Stärkung der regionalen und überregionalen Wettbewerbsfähigkeit. Damit leisten die Metropolregionen seit über 20 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.

Seit 2001 organisieren sich die elf Metropolregionen in Deutschland im „Initiativkreis Europäische Metropolregionen in Deutschland“. Er ist die strategische Plattform der deutschen Metropolregionen. Alle Teilnehmer treffen sich zweimal jährlich zum Erfahrungsaustausch; hier werden Projekte erörtert und Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet, insbesondere in Hinsicht auf europäische Belange und Interessen. Zur Finanzierung auch größerer, grenzübergreifender Projekte setzen sie sich für eine stärkere Berücksichtigung der Metropolregionen in den nationalen und EU-Fachpolitiken sowie bei den EU-Strukturfonds ein. Der IKM gibt ein jährliches Monitoring aller deutschen Metropolregionen heraus, nimmt Stellung zu aktuellen Raumordnungsprogrammen und plant gemeinsame Veranstaltungen.

Die Europäischen Metropolregionen in Deutschland (Stand September 2016):

www.deutsche-metropolregionen.org

Kontakt

Tatjana Masin
masin[at]region-koeln-bonn.de
0221-925 477-56



Die Vetretung des Region Köln/Bonn e.V.: Oberbürgermeister Ashok Sridharan und Dr. Reimar Molitor
Die Vertreter der Metropolregion Rhein-Ruhr: Martin Tönnes und Dr. Reimar Molitor
Dr. Carsten Sieling, Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen
Die Vertretung des Region Köln/Bonn e.V. im Gespräch
Festsaal im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Berlin