1995 hat die Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) Metropolregionen in Deutschland anerkannt. Unter den zuerst sechs Metropolregionen war auch die im selben Jahr im Landesentwicklungsplan NRW ausgewiesene „Metropolregion Rhein-Ruhr“, die sich räumlich von Bonn im Süden bis Hamm im Nordosten erstreckt. Im Jahre 2005 erhöhte sich die Zahl der Metropolregionen durch einen weiteren MKRO-Beschluss auf elf.
Die MKRO definiert Europäische Metropolregionen als „räumliche und funktionale Standorte, deren herausragende Funktionen im internationalen Maßstab über die nationalen Grenzen hinweg ausstrahlen“. Die Funktionalitäten einer Metropolregion lassen sich anhand von drei Kriterien bestimmen:
Entscheidungs- und Kontrollfunktion
In einer Metropolregion findet sich eine hohe Konzentration an politischen und ökonomischen Einrichtungen. Die größten Unternehmen eines Landes bzw. der Welt haben hier ihre Hauptsitze oder wichtige Zweigstellen. Das können beispielsweise Regierungssitze, Firmensitze oder internationale Organisationen sein.
Innovations- und Wettbewerbsfunktion
Eine Metropolregion ist der Motor gesellschaftlicher, kultureller und technologischer Entwicklung. Dies zeichnet sich auch durch eine hohe Anzahl an Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen aus. In den Metropolregionen können außerdem kulturelle Großveranstaltungen ausgerichtet werden, da die nötige Infrastruktur, wie z.B. Theater oder Stadien, vorhanden sind.
Gateway-Funktion
Eine Metropolregion ist eine "Drehscheibe". Indikatoren dafür sind internationale Flughäfen, Verkehrsknotenpunkte, Standpunkt von Internet-Servern, Messen etc...
Symbol-Funktion (seit 2011)
Seit 2011 gehört dieser Funktions-Bereich ebenfalls zur Indikatorenliste für die Messbarkeit von metropolritanen Funktionen. Indikatoren sind hierbei Architektur, Kunst, Kultur, Städtetourismus, aber auch Medien innerhalb der Region. Auch Fußballstadien und Konzertereignisse werden bei dieser Funktion messbar berücksichtigt.
Auf Basis des Gutachtens von Herrn Prof. Dr. Hans H. Blotevogel (2007) und der daraus gewonnenen Erkenntnisse, beschloss der Vorstand des Region Köln/Bonn e.V. im Jahr 2008 zukünftig als Metropolregion Köln/Bonn aufzutreten und sich in geeigneten Netzwerken zu engagieren.
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