Land.STRAT geht in die Strategiephase

Teilraumworkshops für die weitere Strategieentwicklung

Mit dem Abschluss der teilräumlichen Analysephase im Jahr 2025 ist die Land.STRAT – die Strategie für die Freiraum- und Landschaftsentwicklung der Region Köln/Bonn – in die nächste zentrale Etappe gestartet. In drei Teilraumworkshops im Februar und März 2026 wurde der erarbeitete Strategieentwurf mit regionalen Akteur*innen diskutiert und weiterentwickelt.
Die Workshops fanden in den drei definierten Teilräumen der Region Köln/Bonn statt: Am 26. Februar 2026 für das Bergische RheinLand auf :metabolon in Lindlar, am 12. März 2026 für die Rheinschiene im Erich-Ollenhauer-Haus in Bonn sowie am 13. März 2026 für den linksrheinischen Teilraum Ville/Börde auf Schloss Dyck in Jüchen. Damit wurde der partizipative Ansatz der Land.STRAT fortgeführt: Wie bereits in der Analysephase stand auch in der Strategiephase die enge Zusammenarbeit mit Fachverwaltungen, Planungsinstitutionen und weiteren regionalen Akteur*innen im Mittelpunkt.

Fokus der Strategiephase: Vom Lagebild zur Umsetzungsperspektive
Aufbauend auf dem im Jahr 2025 gemeinsam erarbeiteten regionalen IST-Lagebild zielten die Teilraumworkshops darauf ab, den vorliegenden Strategieentwurf fachlich zu schärfen und nun stärker auf die praktische Anwendung auszurichten. Im Zentrum stand die Frage, wie die Frei- und Landschaftsräume als tragendes Grundgerüst der Region langfristig gesichert, qualifiziert und weiterentwickelt werden können.

Die Teilnehmenden waren somit eingeladen, den Strategieentwurf aus ihrer fachlichen und kommunalen Perspektive zu spiegeln, konkrete Bedarfe und Projektansätze vor Ort einzubringen, Umsetzungshemmnisse zu benennen sowie an der räumlichen und thematischen Schwerpunktsetzung mitzuwirken. Dabei wurde deutlich, dass die Land.STRAT nicht nur eine strategische Leitlinie, sondern vor allem ein praxisorientiertes Instrument für Kommunen und Fachakteur*innen werden soll, das konkrete Anknüpfungspunkte für Planung, Projekte, Förderzugänge und interkommunale Kooperationen bündelt.

Intensive fachliche Diskussion und Weiterentwicklung
In den Arbeitsphasen wurden zentrale Inhalte des Strategieentwurfs entlang der bekannten thematischen Handlungsfelder weiter vertieft. Diskutiert wurde anhand von Fragestellungen, die vorab in die Region versendet wurden und folgende Themen umfassten:

  • Verifizierung der Abgrenzung und Charakteristika der einzelnen Teilräume sowie der Ableitung der strategischen Ansätze aus dem IST-Lagebild
  • Benennung von Initiativen, Projekten oder Maßnahmen, die zur Umsetzung der Land.STRAT beitragen können
  • Benennung von erforderlichen (Governance-) Strukturen, um die Land.STRAT und die identifizierten Projekte in die Umsetzung zu bringen
  • Blick über die Region zur Förderung regionsüberschreitender Kooperationen

Die Beiträge aus den drei Teilräumen machten erneut die unterschiedlichen räumlichen Voraussetzungen innerhalb der Region deutlich, bestätigten aber zugleich die Notwendigkeit eines integrierten, regional abgestimmten Vorgehens und der bisherigen Herangehensweise sowie der derzeit erarbeiten Ansätze. Hinweise gab es insbesondere in Bezug auf …

  • prioritäre Räume für Freiraumsicherung und -entwicklung,
  • den Umgang mit Nutzungskonflikten zwischen Siedlungsentwicklung, Freiraumschutz. Hochwasserschutz und Energieinfrastruktur,
  • die Konkretisierung von Maßnahmenansätzen in den Bereichen Klimaanpassung, Biodiversität, Erholung und nachhaltige Landnutzung
  • sowie den Anforderung für eine bessere Umsetzbarkeit in der kommunalen Praxis.

Ausblick
Die Ergebnisse der Teilraumworkshops werden in den kommenden Monaten systematisch in die weitere Ausarbeitung und Präzisierung des Strategieentwurfs integriert. Dabei wird der eingeschlagene Entwicklungspfad der Land.STRAT innerhalb des Agglomerationsprogramms konsequent weiter ausgebaut und inhaltlich vertieft.

Parallel dazu erfolgt eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Land.STRAT im Arbeitskreis Natur und Landschaft, der den Prozess fachlich begleitet und zentrale Impulse für die strategische Ausrichtung und regionale Anschlussfähigkeit einbringt.

Ein besonderer Fokus liegt darüber hinaus auf der Aktivierung und Unterstützung konkreter Projekte sowie dem Aufbau neuer Kooperationen in der Umsetzung vor Ort. Hierbei soll unter anderem das Unterstützungsangebot des COMPASS Fördermitelmanagements gezielt genutzt werden, um die Überführung strategischer Ansätze in konkrete Maßnahmen zu erleichtern.
 

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