Rhein-Erft-Kreis erhält Förderbescheid über 28 Millionen Euro für InnoQuartier in Kerpen

Standort für individuelle Entwicklung und Integration mit Modellcharakter für den Strukturwandel

Rhein-Erft-Kreis/Schweinsburg
(v.l.) Die Landtagsabgeordneten Gregor Golland und Thomas Okos, Ministerin Ina Scharrenbach, Landrat Frank Rock und Landtagsabgeordnete Romina Plonska präsentieren den Förderbescheid über 28 Millionen Euro für das InnoQuartier Rhein-Erft in Kerpen-Horrem.

Standort für individuelle Entwicklung und Integration mit Modellcharakter für den Strukturwandel

Am 5. Februar 2026 übergab Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, den offiziellen Förderbescheid für das Projekt InnoQuartier Rhein-Erft (IQREK) an Landrat Frank Rock. Die Übergabe, die einen weiteren wichtigen Schritt im Strukturwandel des Rheinischen Reviers darstellt, erfolgte direkt am Projektstandort, dem Kloster Mater Salvatoris in Kerpen-Horrem.

Die Fördermittel in Höhe von über 28 Millionen Euro stammen aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen (InvKG) und werden durch den Bund und das Land Nordrhein-Westfalen bereitgestellt. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf knapp 34 Millionen Euro. Mit den Fördermitteln wird das leerstehende und historisch wertvolle Klostergebäude saniert und umgebaut. Mit dem IQREK schafft der Kreis einen modernen, inklusiven Entwicklungs- und Beratungsstandort im Rheinischen Reviers.

Ein Zentrum für Chancen, Integration und Weiterentwicklung

Das InnoQuartier Rhein-Erft wird ein zentraler Anlaufpunkt für persönliche Weiterentwicklung, Integration und berufliche Orientierung sein. Es setzt auf das Konzept des lebenslangen Erwerbs von Fähigkeiten, Kenntnissen und Kompetenzen. Das Zentrum bietet eine transparente Beratungsstruktur, die insbesondere Menschen mit komplexen Anliegen oder Unterstützungsbedarf dabei unterstützt, passende Angebote zu finden. Ziel ist es, die individuelle Selbstbestimmung zu stärken und durch die Bekämpfung des Fachkräftemangels zur langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Stabilität der Region beizutragen. Die Kombination aus geschützten Beratungsräumen, Veranstaltungsflächen und offenen Co-Working-Bereichen schafft ein Umfeld, das positives Lernen und produktives Arbeiten gleichermaßen unterstützt.

Das IQREK vernetzt dabei Einrichtungen mit hoher fachlicher Kompetenz, wie das Hoch-Begabten-Zentrum Rheinland, das Heinrich-Meng-Institut (Sozialpädiatrisches Zentrum), die Agentur für Arbeit und das Kommunale Integrationszentrum des Kreises. Zudem haben die Handwerkskammer zu Köln und das Jobcenter Rhein-Erft den Entwicklungsprozess aktiv begleitet und auch der Region Köln/Bonn e.V. unterstützt das Projekt des Rhein-Erft-Kreises im Rahmen seiner Strukturwandelaktivitäten im Rheinischen Revier.

Zeitgemäße Sanierung 

Das historische Kloster Mater Salvatoris wird in den kommenden Jahren umfassend saniert und zu einem modernen Arbeits- und Lernort umgestaltet. Dabei stehen sowohl barrierefreie Zugänge als auch energetische Modernisierungen im Fokus, darunter der Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage. Auch die Klosterkapelle erfährt eine Neugestaltung und wird künftig als vielseitiger Veranstaltungs- und Tagungsraum genutzt. Durch diese Maßnahmen entsteht eine Umgebung, die den Anforderungen zeitgemäßer Arbeits- und Lernprozesse gerecht wird und zugleich den historischen Charakter des Gebäudes bewahrt. Die Fertigstellung des Projekts ist für Ende Oktober 2028 vorgesehen.

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