Zukunft durch regionale Kooperation

Region Köln/Bonn e.V. veranstaltet Zukunftsarena im Rahmen des Bundeskongresses Nationale Stadtentwicklungspolitik

Im Rahmen des 19. Bundeskongresses Nationale Stadtentwicklungspolitik, der vom 14.-16. September in Köln stattgefunden hat, fanden am 16. September verschiedene Zukunftsarenen statt, die von unterschiedlichen Institutionen fachlich und organisatorisch gestaltet wurden und damit verschiedene, aktuelle Themen der Stadtentwicklung umfassten. 

Auch der Region Köln/Bonn e.V. verantwortete in diesem Rahmen eine Zukunftsarena. Unter dem Titel „Zukunft durch regionale Kooperation: Maßstäbe, Formate, Inhalte“ fokussierte sich die Arena auf die Relevanz regionaler und interkommunaler Kooperationen zur Bewältigung vielfältiger Transformationsaufgaben. Rund 150 Teilnehmende kamen zusammen, um über diese Themen zu diskutieren. Mit dem Depot 2 auf dem ehemaligen Carlswerkgelände in Köln-Mühlheim wurde für die Arena ein Veranstaltungsort gewählt, der selbst für den nachhaltigen Wandel von Industriearealen steht.

Die Arena begann mit einer Begrüßung durch Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Region Köln/Bonn e.V., und der Geschäftsführerin des Depot 2 der Bühnen Köln, Anna Bründl. Die anschließende Keynote von Prof. Dr. Rainer Danielzyk von der Leibnitz Universität Hannover machte deutlich, dass die Bewältigung komplexer Zukunftsaufgaben ein Zusammenwirken über kommunale Grenzen und Zuständigkeiten hinweg voraussetzt. Wohnungsdruck und Flächenkonkurrenzen, Infrastrukturumbau und Mobilitätswende, Strukturwandel, Klimawandelanpassung, Energie- und Wärmewende: die Vielzahl und Komplexität der Transformationsaufgaben von Raum und Wirtschaft in Stadtregionen überschreiten kommunale Grenzen und lassen sich zusehends nicht mehr innerhalb einzelner Zuständigkeiten bewältigen. Interkommunale und regionale Kooperationen stellen damit einen wichtigen Ansatz dar, um auch bei zunehmenden Aufgaben gemeinsame Handlungsspielräume zu erschließen und als öffentliche Hand für die Zukunft gestaltungsfähig zu bleiben.

Marktstände

MaßstäbeFormateInhalte
Metropolregion Rheinland e.V.REGIONALEN: Bergisches RheinLand, Südwestfalen, Aufruf eREGIONALE des MHKBD NRWAgglomerationsprogramm der Region Köln/Bonn
Gemeinschaftsstand der Stadt-Umland-Verbünde: Köln &rechtsrheinische Nachbarn, Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (sog. :rak) mit dem Projekt „ZukunftsBundRegion“, Stadt-Umland-NetzwerkRegionalverband RuhrGemeinschaftsstand zum Rheinischen Revier: Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH, Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler, Indeland GmbH, NEULAND Hambach GmbH
Stadt-Umland-Atlas Freie und Hansestadt HamburgGemeinschaftsstand der Gartenschauen: Landesgartenschau Neuss 2026, Bundesgartenschau Wuppertal 2031, Internationale Gartenschau Rheinisches Revier 2037. BundesgartenschaugesellschaftStadsregio Parkstad Limburg
ZukunftsRegion Ahr e.V.  

 

Im Anschluss teilten sich die Teilnehmenden der Arena in drei Gruppen auf, um die auf dem Marktplatz gewonnenen Erkenntnisse zu vertiefen. Weitere Einblicke brachten  jeweils zwei Impulsvorträge und eine sich anschließende Fishbowl-Diskussion, die durch weitere Expert*innen besetzt wurde und die Teilnehmenden einlud, mitzudiskutieren und eigene Erfahrungen einzubringen. Dieses interaktive Format bot die Möglichkeit in den direkten, regionalen sowie landes- und bundesweiten Austausch zu kommen. 

Referierende

MaßstäbeFormateInhalte
Philip Klein, Referat gesamtstädtische Entwicklungskonzepte in der Freien Hansestadt HamburgGarrelt Duin, Regionaldirektor des Regionalverbandes Ruhr (RVR)Emiel Reiding, Geschäftsführer der Stadsregio Parkstad Limburg
Paul Stertz, Geschäftsführer des Metropolregion Rheinland e.V.Christoph van Gemmeren, Referatsleiter „REGIONALEn, BauKultur, Städtebauförderung Bezirke Arnsberg und Detmold“ im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-WestfalenVolker Mielchen, Geschäftsführer des Zweckverbandes LANDFOLGE Garzweiler
Katharina Klemmt, Abteilungsleiterin Stadtentwicklung bei der Bundesstadt BonnFlorian Kroll, Projektmanager BUGA Wuppertal 2031Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH

 

In einer abschließenden Podiumsdiskussion wurden die zentralen Erkenntnisse der Arena zusammengeführt. Durch die Teilnahme von Expert*innen  unterschiedlicher räumlicher und institutioneller Maßstabsebenen konnten verschiedene Blickwinkel auf die Anforderungen und Potenziale regionaler Kooperation miteinander verbunden werden. Vertreten waren dabei sowohl die Bundes- und Landesebene durch Tilman Buchholz, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, und Thomas Hunsteger-Petermann, Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW, als auch die regionale und kommunale Ebene durch Frank Rock, Landrat des Rhein-Erft-Kreises und Alexandra Gauß, Bürgermeisterin der Gemeinde Windeck. Ergänzt wurde die Perspektive der Praxis außerdem durch die wissenschaftliche Perspektive von Prof. Dr. Rainer Danielzyk. Die Diskussion verdeutlichte, dass interkommunale und regionale Kooperation Strukturen und Formate erfordert, die an den jeweiligen Raum, die Akteurskonstellationen und die konkreten Herausforderungen angepasst sind. Zugleich braucht es geeigneten Rahmenbedingungen, die eine Kooperation ermöglichen. Dazu verwiesen die Vertreter*innen von Bund und Land auf Förderprogramme und Angebote, mit denen jeweils die regionale Zusammenarbeit unterstützt werden kann. Die unterschiedlichen Perspektiven des Podiums zeigten, dass insbesondere das Zusammenspiel dieser Ebenen entscheidend ist, um aktuelle Transformationsprozesse wirksam zu gestalten.

Für den Region Köln/Bonn e.V. bot die Arena die Möglichkeit, Erfahrungen aus der regionalen Zusammenarbeit und aus der Arbeit im Agglomerationsprogramm einem überregionalen Fachpublikum zu vermitteln und zugleich mit Akteur*innen aus Bund, Land, Kommunen, Regionen und Wissenschaft in den Austausch zu treten. Die Zukunftsarena hat gezeigt, dass regionale Kooperation ein wesentlicher Bestandteil einer zukunftsfähigen Stadt- und Regionalentwicklung ist. Zugleich wurde sichtbar, dass erfolgreiche Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Maßstabsebenen, in unterschiedlichen Formaten und zu unterschiedlichen Inhalten stattfinden kann: von projektbezogenen Kooperationen über interkommunale Zusammenschlüsse bis hin zu integrierten regionalen Strategien.

 

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