Langer Tag der Region 2026
Die Region Köln/Bonn zu Gast in der Bundesstadt Bonn
Zum Sommerstart am längsten Tag des Jahres, dem 21. Juni 2026, versammelten sich Teilnehmer*innen aus der gesamten Region Köln/Bonn in der Beethovenhalle der Bundesstadt Bonn. Für das jährlich stattfindende Netzwerktreffen des Region Köln/Bonn e.V., dem „Langen Tag der Region“, hatten sich im Vorfeld rund 750 Akteur*innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft angemeldet.
Gerade nach der Kommunalwahl 2025, in deren Folge zahlreiche politische Mandate und Funktionen neu besetzt wurden, bot das regionale Familientreffen eine ideale Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen, bestehende Netzwerke zu stärken und gemeinsam über die Zukunft der Region ins Gespräch zu kommen. Der direkte Austausch und die enge Zusammenarbeit über kommunale und institutionelle Grenzen hinweg sind wichtige Voraussetzungen, um die aktuellen Aufgaben erfolgreich zu gestalten und Zukunftsthemen gemeinsam voranzubringen.

Der diesjährige „Lange Tag der Region“ wurde in enger Kooperation mit der Bundesstadt Bonn und der Sparkasse KölnBonn durchgeführt. Traditionell begann die Veranstaltung mit einem umfangreichen Exkursionsprogramm. Auf 15 thematischen Exkursionen standen den Teilnehmenden insgesamt mehr als 600 Plätze zur Verfügung. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, per Bus oder auf dem Wasser – die Touren eröffneten unterschiedliche Perspektiven auf die Bundesstadt Bonn und machten Herausforderungen sowie Lösungsansätze der nachhaltigen Transformation anhand konkreter Projekte und Vorhaben vor Ort erlebbar.
Im Mittelpunkt standen zahlreiche zukunftsweisende Projekte aus den Bereichen Stadt- und Freiraumentwicklung, Wohnen, Energie- und Wärmewende, Innovation, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur. Zugleich rückten beispielhafte Vorhaben des Agglomerationsprogramms Region Köln/Bonn in den Fokus.

Beim anschließenden Empfang begrüßte Bonns Oberbürgermeister Guido Déus die Gäste in der Beethovenhalle und hob die Bedeutung des jährlichen Netzwerktreffens hervor. Die große Resonanz zeige eindrucksvoll die Stärke der regionalen Zusammenarbeit innerhalb des Region Köln/Bonn e.V. Gerade angesichts der vielfältigen Herausforderungen komme der strategischen, gemeinschaftlichen und projektorientierten Arbeit des Vereins besondere Bedeutung zu.

Sebastian Schuster, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises und Vorstandsvorsitzender des Region Köln/Bonn e.V., betonte die besondere Rolle des diesjährigen Treffens als Plattform für den Austausch der neu gewählten kommunalpolitischen Mandatsträger*innen sowie der 31 neuen Hauptverwaltungsbeamt*innen in der Region. Das Netzwerktreffen biete eine einmalige Gelegenheit, Menschen zusammenzubringen, die die Zukunft der Region aktiv gestalten wollen.

Ein besonderes Jubiläum feiert in diesem Jahr die Sparkasse KölnBonn, die auf 200 Jahre regionale Verbundenheit zurückblickt. Vorstandsvorsitzender Ulrich Voigt unterstrich die enge Beziehung des Instituts zur Region und bekräftigte das Engagement der Sparkasse, auch künftig Projekte und Menschen vor Ort zu unterstützen. Der Lange Tag der Region sei ein hervorragendes Beispiel dafür, wie gemeinsame Ziele und regionale Verantwortung Menschen zusammenbringen und Zukunft gestalten. Vor diesem Hintergrund unterstütze die Sparkasse KölnBonn die Veranstaltung mit großer Überzeugung und habe bereits ihre Unterstützung für den Langen Tag der Region 2027 zugesagt.

Für einen kulturellen Höhepunkt sorgte anschließend das Beethoven Orchester Bonn unter der Leitung von Generalmusikdirektor Dirk Kaftan und gemeinsam mit dem Pianisten Hyung-ki Joo. Die Gäste erlebten nicht nur die musikalische Qualität und Vielfalt des Ensembles, sondern konnten sich zugleich von der hervorragenden Akustik der umfassend sanierten Beethovenhalle überzeugen. Das Konzert machte eindrucksvoll deutlich, welche Bedeutung Kultur und profilgebende Kulturstandorte für die Identität und Attraktivität der Region besitzen. Der Auftritt wurde mit lang anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen gefeiert.

Im Anschluss diskutierten im Rahmen der Podiumsrunde „Region – Relevanz – Richtung“ Prof. Dr. Marion Halfmann, Präsidentin der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Prof. Dr. Sylvia Heuchemer, Präsidentin der Technischen Hochschule Köln, Prof. Dr. Dr. h. c. Michael Hoch, Rektor der Universität Bonn, sowie Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei, über die Zukunft des Wissenschaftsstandorts Region Köln/Bonn.
Dabei waren sich die Podiumsteilnehmer*innen einig, dass die Region über hervorragende Voraussetzungen verfügt, um ihre Position als führender Wissenschafts-, Innovations- und Technologiestandort weiter auszubauen. Hochschulen, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen seien eng miteinander verflochten und arbeiteten bereits heute erfolgreich an Zukunftsthemen wie digitaler Transformation, Cybersecurity, Künstlicher Intelligenz sowie Luft- und Raumfahrt. Gleichzeitig seien gezielte Investitionen in bestehende Potenziale sowie schnellere politische Entscheidungsprozesse erforderlich, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken. Die hohe Zahl an Absolvent*innen, die nach ihrem Studium in der Region bleiben und in Unternehmen vor Ort tätig werden, unterstreiche die zentrale Bedeutung der Hochschulen für Innovation, Fachkräftesicherung und Strukturwandel.

Den Ausklang fand der „Lange Tag der Region“ auf der Rheinterrasse der Beethovenhalle. In entspannter Atmosphäre nutzten die Gäste die Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen, neue Netzwerke zu knüpfen und sich angesichts der zahlreichen Impulse des Tages über die weitere Entwicklung der Region Köln/Bonn auszutauschen.

