Medieninformation

Übergabe des Agglomerationskonzeptes an Düsseldorfer Regierungspräsidentin Radermacher

Köln, 16. März 2020 – Wie wollen wir in den nächsten Jahrzehnten im Rheinland leben? Impulse für die öffentliche Diskussion über dieses zentrale gesellschaftliche Thema gibt das neue Agglomerationskonzept, das in einem dreijährigen Planungs- und Dialogprozess der Region Köln/Bonn unter Mitwirkung der Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln erarbeitet wurde. Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher erhielt das frisch gedruckte Exemplar des Agglomerationskonzepts am 16.März 2020 aus den Händen von Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführendes Vorstandmitglied des Region Köln/Bonn e.V.

Regionalplaner Holger Olbrich und sein Team von der Bezirksregierung hatten Vorschläge eingebracht, die auch schon Gegenstand der ersten Regionalplanänderung waren. Darüber hinaus sind zahlreiche neue Themen benannt, z.B. neue Linien für den Personen-Nahverkehr auf der Schiene (SPNV) und das Entwicklungsprinzip der „dreifachen Innenentwicklung“ für eine flächensparende und zugleich qualitätsvolle Siedlungsentwicklung. Unter anderem mit diesen zentralen Themen ist eine ausbalancierte Entwicklung der Region möglich.

„Wir leben in einem der dicht besiedelsten Gebiete Europas. Das ist fantastisch, weil wir Wohn- und Arbeitsplätze finden und vielfältige Möglichkeiten haben, unsere Freizeit zu verbringen“, sagte Radermacher. „Diese Lebensqualität gilt es zu bewahren und dazu bedarf es neuer Ideen und Konzepte. Scheinbar konkurrierende Interessen wie etwa Wohnbau und Naturerhaltung – moderne Mobilität und Nachhaltigkeit sind zu vereinbaren. Hier sind alle gefragt; Experten, Politik, Bürgerinnen und Bürger in unserem Regierungsbezirk und der Nachbarregion Köln/Bonn.“ Der nächste Schritt ist daher klar: Die Regierungspräsidentin verteilt u.a. das Konzept am 25. März 2020 im Planungsausschuss des Regionalrates Düsseldorf. Haben sich die Politikerinnen und Politiker eingelesen, wird Dr. Reimar Molitor in der Juni-Sitzung des Ausschusses gemeinsam mit ihnen und der Regionalverwaltung über die Inhalte diskutieren.

„Unsere Region und v.a. ihre räumliche Entwicklung in Balance zu halten ist Herausforderung und zugleich Verantwortung. Eine Region in Balance kann nur gelingen, wenn wir über den kommunalen Tellerrand schauen, konkurrierende Nutzungsansprüche vereinbaren und gemeinsam konkrete Perspektiven und Projekte für regionale Teilräume entwickeln“, erklärte Dr. Reimar Molitor. „Deshalb brauchen wir einen integrierten Ansatz für die Raumentwicklung. Umso mehr danken wir der Bezirksregierung Düsseldorf, die den Dialog mit den Akteuren in der Region fachlich eng begleitet.“

Hintergrund:

Das Agglomerationskonzept hat den Zeithorizont bis 2040 im Fokus. Der Startschuss für den kooperativen Dialogprozess, der in dieses Konzept einfloss, fiel im Januar 2017. Federführend arbeiteten vier interdisziplinäre Planungsteams aus Stadt- und Regionalplanern, Landschaftsplanern und Mobilitätsexperten mit. Ergebnis sind räumliche Zielbilder und Strukturkonzepte für die Gesamtregion und ihre Teilbereiche, die nun in die politische Diskussion verschiedener Gremien wie den Regionalräten Düsseldorf und Köln gehen. Das Projekt wurde aus Mitteln der EU und des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung 2014-2020 (EFRE 2014-2020) gefördert.

Weitere Informationen: www.agglomerationskonzept.de und www.region-koeln-bonn.de

Medienkontakt: Marion Michels | Region Köln/Bonn e.V. | Rheingasse 11 | 50676 Köln | Tel.: 0221 925 477-68 | E-Mail: michels[at]region-koeln-bonn.de | www.region-koeln-bonn.dehttp://www.region-koeln-bonn.de


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