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zwei Exemplare der Broschüre "Regionale Klimawandelvorsorgestrategie" liegen auf einem Stapel

Regionale Strategie zur Klimawandelanpassung veröffentlicht

Praxishilfe unterstützt Städte und Kommunen in der Region Köln/Bonn im Kampf gegen den Klimawandel

Köln, 6. Dezember 2019
– Ob Niedrigwasser am Rhein oder Trockenstress und Borkenkäferbefall in oberbergischen Fichtenwäldern: die Folgen des Klimawandels sind längst auch in der Region Köln/Bonn spürbar. Wie kreisfreie Städte und Kommunen sich angesichts dessen zukunftssicher aufstellen können, verrät die jüngst veröffentlichte „Regionale Klimawandelvorsorgestrategie“ des Region Köln/Bonn e.V. Die Praxishilfe wurde in den vergangenen drei Jahren zusammen mit Fachexperten und Vertretern der regionalen Verwaltungen entwickelt. „Unser Ziel ist es, Entscheider in kreisfreien Städten und Kommunen für das Thema Klimawandelanpassung zu sensibilisieren und ihnen konkrete Hilfestellungen zum strategischen Umgang mit dem Klimawandel zu geben“, erklärt Stephan Santelmann, Vorsitzender des Region Köln/Bonn e.V. und Landrat im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Folgende strategische Ziele werden für die regionale Klimaanpassung definiert:

  • Thermische Belastung verringern und Kaltluftentstehungsgebiete sichern
  • Hochwasservorsorge auch hinter den Deichen verstärkenSturzflutgefährdung verringern und Siedlungen wassersensibel planen bzw. (um)bauen
  • Freiräume mit besonderer Bedeutung für die thermische Ausgleichsfunktion und Retentionsfunktion für die Rheinschiene und den Erftkorridor sichern
  • Klimagerechter Waldumbau rechts- und linksrheinischer Waldbestände zur Stärkung der Klimaresilienz
  • Trockenstress-Risiko und Spätfrostgefährdung vermindern durch Anpassung der landwirtschaftlichen Nutzung
  • Trinkwassertalsperren schützen und Entwicklung kommunale Wasserversorgungskonzepte
  • Bergbaufolgelandschaften klimaangepasst entwickeln und mit Freiraumsystemen vernetzen
  • Niedrigwasserrisiko am Rhein begegnen durch Aufzeigen alternativer Transportketten
  • Risiko durch Windwurf reduzieren, u.a. durch Umbau von Waldrändern

Die Praxishilfe stellt zum einen die regionalen Betroffenheiten für Phänomene wie Sturzfluten, Hochwasser, Dürren für Land- und Forstwirtschaft und Hitzeentwicklung dar. Davon abgeleitet empfiehlt der Handlungsleitfaden Städten und Kommunen konkrete Maßnahmen, um sich strategisch und zukunftssicher aufzustellen. „Die Klimawandelvorsorge stellt eine große Herausforderung für die gesamte Region Köln/Bonn dar. Der Klimawandel macht nicht an kommunalen Grenzen halt, weswegen wir Lösungen interkommunal denken müssen. Deshalb verfolgt die Praxishilfe einen integrierten Ansatz und stellt eine regionale Gesamtstrategie vor“, erläutert Joris Allofs, Projektmanagement Energie/Klima beim Region Köln/Bonn e.V.

Die Ergebnisse aus der Berechnung verschiedener Klimaszenarien werden u.a. in Form von digitalen Karten
(Shapefiles) bereitgestellt, um den Fachämtern in der Region die Integration in ihre Geoinformationssysteme zu ermöglichen. Zusätzlich stellt der Region Köln/Bonn e.V. die Anpassungsstrategie in den kommenden Monaten in den Räten der Städte und Kreis vor, damit die Anpassungsstrategie im regionalen und kommunalen Handeln verankert werden kann. Ferner fließen die Ergebnisse als eigenständiger Beitrag in die Neuaufstellung des Regionalplans der Bezirksregierung Köln und das Agglomerationsprogramm des Region Köln/Bonn e.V. ein. Die Klimawandelvorsorgestrategie wurde gefördert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes NRW.

Kostenloser Download der Praxishilfe und weitere Informationen unter: www.klimawandelvorsorge.de

Medienkontakt: Marion Michels | Region Köln/Bonn e.V. | Rheingasse 11 | 50676 Köln | Tel.: 0221 925 477-68 | E-Mail: michels@region-koeln-bonn.de | www.region-koeln-bonn.de

Der Region Köln/Bonn e.V. wurde im Jahr 1992 gegründet und ist ein Zusammenschluss der kreisfreien Städte Köln, Bonn und Leverkusen sowie der Kreise Rhein-Sieg-Kreis, Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Kreis Neuss, Oberbergischer Kreis und Rheinisch-Bergischer Kreis. Mitglieder sind neben den acht Gebietskörperschaften die Handwerkskammer zu Köln, die Industrie-und Handelskammer Bonn/ Rhein-Sieg, die Industrie- und Handelskammer zu Köln, die Kreissparkasse Köln, die Sparkasse KölnBonn, die Sparkasse Leverkusen, der Landschaftsverband Rheinland und die DGB-Region Köln-Bonn. Als Gäste sind die Bezirksregierung Köln und die Kreise Ahrweiler, Düren und Euskirchen in den Entscheidungs- und Arbeitsgremien des Vereins eingebunden. Ziel ist es, die regionale Zusammenarbeit zu stärken und gemeinschaftlich eine strategische Ausrichtung der Region Köln/Bonn zu intensivieren.

 

Kontakt:

Marion Michels
michels[at]region-koeln-bonn.de
0221-925 477-68

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