19.03.2019

Wasserbus auf dem Rhein – Machbarkeitsuntersuchung wird gefördert

Programm zur Finanzierung von Studien, an denen besonderes Landesinteresse besteht, unterstützt Studie der Anrainerkommunen

Der Region Köln/Bonn e.V. hat die Städte Köln (als Konsortialführerin), Leverkusen und Wesseling erfolgreich bei der Antragstellung zu einer Machbarkeitsuntersuchung eines Wasserbussystems auf dem Rhein unterstützt. Die Bewilligung der Zuwendung wurde im Dezember 2018 von der Bezirksregierung Arnsberg erteilt und erfolgt über das Förderprogramm progres.nrw (Programm für Rationelle Energieverwendung, Regenerative Energien und Energiesparen, Programmbereich Markteinführung).

Das Verkehrssystem entlang der Rheinschiene stößt schon jetzt an seine Leistungsgrenze und die Belastung wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Der Ausbau schneller ÖPNV- und SPNV-Verbindungen ist geplant, benötigt aber erhebliche Realisierungszeiträume. Vor dem Hintergrund der Entwicklungen in jüngerer Zeit erscheint den Anrainerkommunen eine Untersuchung der verkehrlichen, betrieblichen und technischen Machbarkeit eines interkommunalen, regionalen Wasserbussystems im Rheinland im Sinne einer Machbarkeitsstudie äußerst sinnvoll.

Das Fördervolumen in Höhe von rund 100.000 Euro wird über die Eigenanteile der Konsortialpartner verdoppelt. Ziel der Studie ist auch das Aufzeigen der Potenziale einer Integration ins ÖPNV-System. Ein besonderer Fokus soll zudem auf die Möglichkeiten des Einsatzes von Techniken zur Nutzung unerschöpflicher Energiequellen und zur rationellen Energieverwendung liegen. Schon heute werden vermehrt Fährschiffe mit rein elektrischen Antrieben gebaut. Die Untersuchung als Ganzes soll fachliche Entscheidungsgrundlagen gemäß einer vereinfachten Kosten-Nutzen-Berechnung erarbeiten und die weitere Vorgehensweise bis zu einer möglichen Inbetriebnahme aufzeigen.

Der Region Köln/Bonn e.V. nimmt für die Begleitung der Untersuchung in den kommenden zwei Jahren eine koordinierende Managementfunktion ein: Dazu gehören u.a. die Erstellung und Abstimmung der Leistungsbeschreibung, die öffentliche Ausschreibung und Vergabe, die Beteiligung der Region über „Regionale Schulterblicke“, die Einbindung des AK Rhein sowie die Vorbereitung, Durchführung und Ergebnisaufbereitung von (Zwischen-) Workshops.

Weitere Hintergrundinformationen zum entsprechenden Förderprogramm progres.nrw unter dem angegebenen LINK.