29.10.2015

„Klimapilger“ auf dem Weg zur Klimakonferenz in Paris erreichen Köln – Kölner Klimaschutzabend zeigt Aktivitäten in der Domstadt und der Region

Die Weltklimakonferenz 2015 in Paris steht vor der Tür. Um Zeichen zu setzen für ein gerechtes, ehrgeiziges und entwicklungsförderliches Klimaschutzabkommen, startete im September in Flensburg der "Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit" unter dem Motto „Geht doch“ und macht auf seinem Weg nach Paris Station in der Region Köln/Bonn.

Am Mittwoch, den 28. Oktober 2015, kamen die Klimapilger nach einer Andacht im Kölner Dom mit rund 50 Klimaschutzinteressierten zum "Kölner Klimaschutzabend" im „COLABOR | Raum für Nachhaltigkeit​“ in Köln-Ehrenfeld zusammen, um mehr über die Klimaschutzaktivitäten in der Domstadt zu erfahren.

Organisiert von der KlimaExpo.NRW, dem Erzbistum Köln und der Evangelischen Kirche im Rheinland ​ präsentierten Kölner Klimaschutzakteure aus Kirche und Zivilgesellschaft, Stadt und Wirtschaft handhabbare und bereits erprobte Maßnahmen zur Energie- und CO2-Einsparung.

Tobias Welz, Umweltbeauftragter des Erzbistums Köln, stellte die Initiative für Energie und Nachhaltigkeit „moveo – ich bewege“ vor, die das Ziel hat im Erzbistum Köln 25 % CO2 bis zum Jahr 2020 einzusparen. Hanser Brandt-von-Bülow, Pfarrer und stellvertretender Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Nord, berichtete über das „Grüne Datenkonto“, mit dessen Hilfe Kirchengemeinden ihre Energie-Verbräuche erfahren und so Einsparpotenziale ermitteln können. Ferner berichtete er auch von der diesjährigen Synode die sich mit Nachhaltigkeitsfragen beschäftigt hat. Roland Pareik von KölnAgenda e.V. informierte über das erfolgreiche Bürgerprojekt „Köln spart CO2“ bei dem jährlich rund 530.000 kg/CO2 Einsparungen gemeldet werden die sich zum größten Teil im Bereich Verkehr ergeben.

Klimaschutz und Wirtschaftsfortschritt gehen Hand in Hand
In der zweiten Diskussionsrunde tauschten sich Vertreter von durch die KlimaExpo.NRW qualifizierten Projekten mit den Gästen aus und gaben Tipps zum Nachmachen.

Till von Pidoll stellte als junger Unternehmer sein Handy-Recyclingsystem „Mobile-Box“ in Zusammenarbeit mit dem BUND und weiteren Partnern vor.

Dr. Barbara Möhlendick aus dem Klimaschutzreferat der Stadt Köln erläuterte das große Kölner Klimaschutzprojekt „SmartCity Cologne“ und berichtete über die „Klimastraße Köln-Nippes“.

Jochen Schwill, Geschäftsführer der NEXT Kraftwerke und Betreiber eines der größten virtuellen Kraftwerke in Europa hielt bei der Vorstellung des digitalen Kraftwerkes fest, dass „Klimaschutz und Wirtschaftsfortschritt Hand in Hand gehen“.

Jörg Hembach, zuständiger Projektmanager für Energie/Klima des Region Köln/Bonn e.V.​ , berichtete über die Vielzahl der Klimaschutzaktivitäten, -projekte und vorhandenen Netzwerke in der Region Köln/Bonn. „Durch den Austausch von Best Practice über Netzwerke kann man im Klimaschutz nur gewinnen.“ Der Region Köln/Bonn e.V. ist regionaler Partner der KlimaExpo.NRW.

In den nächsten Tagen werden die Klimapilger noch einige "wichtige" Klimaschutz-Standorte in der Region Köln/Bonn besuchen, wie beispielsweise das World Conference Center Bonn mit dem UN-Klimasekretariat, um dann zur Klimakonferenz in Paris Ende November zu pilgern.


Markus Schulze Wehninck, KlimaExpo.NRW begrüßt die Gäste

Tobias Welz, Richard Brand, Pfr. Hanser Brandt-von-Bülow, Roland Pareik

Till von Pidoll, "Mobile-Box"-Recyclingsystems

Dr. Barbara Möhlendick, Klimaschutzreferat der Stadt Köln

Jörg Hembach, Region Köln/Bonn e.V.

Jörg Hembach, Region Köln/Bonn e.V.

Jochen Schwill, Next Kraftwerke

Jörg Hembach im Gespräch mit Dr. Rebekka Loschen, KlimaExpo.NRW

Andacht der Klimapilger im Kölner Dom