EU-Förderperiode 2014 - 2020

Derzeit läuft die aktuelle Förderperiode der EU- Strukturfonds 2014-2020. Die EU-Strukturfonds sind ein zentraler Bestandteil der Kohäsions- und Strukturpolitik der Europäischen Union und eines der wichtigsten Förderprogramme in Nordrhein-Westfalen.

Ein großer Teil der Fördermittel wird in NRW im Rahmen der oben erwähnten „Leitmarktwettbewerbe“ vergeben. Hier werden innovative Ideen zu einem der acht Leitmärkte gesucht, welche durch die Landesregierung definiert wurden. Antragsberechtigt sind in der Regel kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vorzugsweise in Kooperation mit einer Hochschule. Die erste Runde der Leitmarktwettbewerbe ist bereits abgeschlossen. Derzeit beginnt die zweite Phase, die erneut eine Vielzahl innovativer Themenbereiche von der Energie- bis zur Kreativwirtschaft abdeckt.

Die Leitmarktwettbewerbe werden durch die Leitmarktagentur mit dem Forschungszentrum Jülich durchgeführt.

Neu in NRW wurden „Integrierte Projektaufrufe“ eingeführt, die sowohl aus dem EFRE oder dem ELER als auch dem ESF gefördert werden. Fördervoraussetzung dafür ist die Erarbeitung eines „Integrierten Handlungskonzeptes“, das die einzelnen Förderprojekte in einen regionalen und sachlichen Zusammenhang stellt. Mit dem Integrierten Projektaufruf „Starke Quartiere – starke Menschen“ verbindet das Land NRW die Infrastruktur-Förderung aus dem EFRE mit der Armutsprävention aus dem ESF. Überhaupt ist die Raumkategorie „Quartier“ Ansatzpunkt für unterschiedliche Förderprogramme des Landes NRW, des Bundes und der EU selbst und zwar sowohl in städtischen Ballungsgebieten als auch in ländlichen Räumen. Diese Tendenz wird aktuell noch durch die Flüchtlingssituation verstärkt.

Die Förderung und Entwicklung der Infrastrukturen, hier sind in der Regel kommunale Akteure adressiert, erfolgen in sogenannten Projektaufrufen, Integrierten Projektaufrufen und Interessenbekundungsverfahren.

Bei den Integrierten Projektaufrufen, z.B. „REGIO.NRW“ oder Aufruf „Starke Quartiere – starke Menschen“ ist die Erarbeitung eines Integrierten Handlungskonzeptes Fördervoraussetzung. Über die Integrierten Handlungskonzepte trifft eine interministerielle Arbeitsgruppe (InterMAG) die Förderempfehlung. Die darin implementierten Projekte müssen dann bei den zuständigen Bewilligungsbehörden ─ in NRW sind das die Bezirksregierungen ─ zur Förderung (EFRE / ELER / ESF) eingereicht werden.

„Klassische“ Förderprogramme der Gründungsförderung (Mikrodarlehen, Startercenter) werden von der NRW-Bank umgesetzt.

Die Rahmenrichtlinie über die Gewährung von Zuwendungen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finden Sie hier.

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