EFRE-Förderphase 2021-2027

Die Verhandlungen über die künftige Kohäsionspolitik nach 2020 befinden sich auf europäischer Ebene in einer entscheidenden Phase. Neben dem mehrjährigen Finanzrahmen der EU haben die Verordnungsentwürfe zur Kohäsionspolitik und die Investitionsleitlinien der Europäischen Kommission Einfluss darauf, wie der EFRE in Nordrhein-Westfalen künftig eingesetzt werden soll. Denn Nordrhein-Westfalen wird auch künftig von Fördergeldern aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung profitieren.

Im Hinblick auf die nächste Förderperiode 2021-2027 wurden bereits Vorgespräche mit Wirtschaft, Regionen, Sozialpartnern und Wissenschaft geführt. Zudem liegen die ersten Ergebnisse der Evaluierung des laufenden Operationellen Programms für den EFRE.NRW (OP EFRE) 2014-2020 vor.

EFRE-Strategiekonferenz am 28. August 2019

Um die inhaltliche Diskussion über die künftige Ausgestaltung des EFRE in Nordrhein-Westfalen zu vertiefen, lud das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen am 28. August 2019 zur EFRE-Strategiekonferenz in Düsseldorf ein. Mit über 500 Teilnehmenden aus Hochschulen, Kommunen, Unternehmen wurden die Eckpunkte der kommenden Förderphase diskutiert.

Das Land NRW plant einen ersten Entwurf des OP EFRE bis Mitte 2020 auf der Basis der vorliegendenEntwürfe der EU-Verordnungen vorzulegen. In einem landesweiten Diskurs soll das OP EFRE dann bis Ende 2020 mit der Europäischen Kommission verhandelt werden.

Die regionen.NRW haben sich mit einem Positionspapier, welches Mitte 2019 an das Land NRW übergeben wurde, bereits frühzeitig in die Diskussion zu den Anforderungen an den EFRE NRW miteingebracht. Die regionen.NRW bilden mit ihren territorialen Strukturen das ganze Land Nordrhein-Westfalen ab und verfolgen in jeder Region spezifische strukturpolitische Zielsetzungen, dies sich im Positionspapier wiederfinden. Ferner wurden Vereinfachungspotenziale im Sinne des Verwaltungsaufwands von Fördermitteln eingebracht sowie die Diskussion zur Verringerung des Kofinanzierungsanteils kritisiert.