TeilnehmerInnen der Campustour © Michael Bause/TH Köln

Campustour

Interkommunale Delegation auf Campustour erörtert Perspektivkonzept für TH Campus Rhein-Erft

In einem integrierten Projektansatz erarbeitet die Stadt Erftstadt mit Unterstützung der TH Köln und beratender Begleitung durch den Region Köln/Bonn e.V. sowie dem Rhein-Erft-Kreis ein  Perspektivkonzeption für eine Campuslandschaft des 21. Jahrhunderts. Ziel ist es, Erftstadt (über)regional als Wissensstadt zu profilieren und unter dem Motto „Die Stadt als Campus“ eine hochinnovative Stadtentwicklung voranzutreiben. Dabei werden die Einbindung, Qualifizierung und Erweiterung der bestehenden Bildungsstandorte sowie deren Vernetzung mit der Stadt und ihren vielfältigen AkteurInnen angestrebt.

Wie dies gelingen kann, thematisierten am 8. Juni 2021 VertreterInnen der Stadt Erftstadt, des Rhein-Erft-Kreises und weitere FachakteurInnen, die sich zu einem Besuch auf dem Campus Gummersbach der TH Köln und dem Forschungs- und Lehrzentrum :metabolon in Lindlar trafen. Die Bürgermeisterin von Erftstadt, Carolin Weitzel sowie der Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Frank Rock wurden vor Ort vom Landrat des Oberbergischen Kreises, Jochen Hagt, begrüßt. Gemeinsam wurde die Projektentwicklung des TH Campus Gummersbach und die Wirkungen in die regionalen Unternehmen diskutiert. Der Bürgermeister der Stadt Gummersbach, Frank Helmenstein, informierte die Delegation über die Folgeeffekte der Ansiedlung des Campus der TH Köln auf dem Steinmüller-Gelände sowie in Verbindung zur Stadtentwicklung.

Das Folgeprojekt Innovationhub Bergisches RheinLand, welches im Rahmen der REGIONALE 2025 realisiert wird, zeigte die Verzahnung mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Region auf. Beim anschließenden Besuch auf dem Lern- und Forschungsstandort :metabolon wurden die Folgeprozesse im thematischen Feld der zirkulären Wertschöpfung und dem generellen Umgang mit heimischen Ressourcen thematisiert und durch die Geschäftsführerin des Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV), Frau Monika Lichtinghagen-Wirths, der Delegation nahegebracht. Landrat Rock und Bürgermeisterin Weitzel dankten der TH Köln für den wertvollen Erfahrungsaustausch, der fortgesetzt werden soll, um bei der Entwicklung des Campus Rhein-Erft der TH Köln wichtige  Hinweise für die Standortentwicklung aufzunehmen.

Campustour, 8. Juni 2021 © Michael Bause/TH Köln

Perspektivkonzept für eine Campuslandschaft des 21. Jahrhunderts in Erftstadt

Der integrierte Projektansatz für die Campuslandschaft Rhein-Erft will eine ganzheitliche Idee und Programmatik einer innovativen, einzigartige Campuslandschaft definieren und die dahingehenden Perspektiven für die Stadt Erftstadt aufzeigen. Ziel ist es, Erftstadt (über)regional als Wissensstadt zu profilieren und unter dem Motto „Die Stadt als Campus“ ein hochinnovative Stadtentwicklung voranzutreiben. Nukleus ist dabei der geplante Campus Rhein-Erft der TH Köln mit seinem Schwerpunkt auf Nachhaltige Raumentwicklung und Geoinformatik. Dafür ist die Einbindung, Qualifizierung und Erweiterung der bestehenden Bildungsstandorte sowie deren Vernetzung mit der Stadt und ihren vielfältigen AkteurInnen geplant.

Auch die Interaktion mit der Gesamtstadt und ihren Kernfunktionen sowie deren umgebende Freiräume im Sinne eines Reallabors wird angestrebt. Innovative Transformationspotenziale vernetzen dabei modellhaft die baukulturellen Qualitäten und die stadtfunktionalen Anforderungen. All das soll in einem partizipativen, projektbegleitenden Prozess direkt mit den BürgerInnen und mit der interessierten Öffentlichkeit diskutiert werden.

Das Perspektivkonzept ermöglicht Entwicklungen für viele Jahrzehnte. Neben aktuellen Fragestellungen werden auch längerfristige Themen und Zukunftsaufgaben der Stadtentwicklung, der Mobilität, des Energiemanagements sowie gesellschaftlicher Themenfelder in den Fokus genommen.

Eine aktive und lebenswerte Campuslandschaft zeichnet sich durch die Qualität und Vernetzung der zahlreichen Facetten der Nutzungen (Arbeiten, Lernen, Forschen etc.), der Freizeit, des Wohnumfelds und der Nachbarschaft aus. All das soll in einem partizipativen, projektbegleitenden Prozess direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern und mit der interessierten Öffentlichkeit diskutiert werden.

11.6.2021