Dreifache Innenentwicklung: Erste Arbeitsergebnisse liegen vor

Im Rahmen des Agglomerationsprogramms Region Köln/Bonn werden im „Entwicklungspfad 1 – Siedlungs- und Wirtschaftsflächen“ Strategien und Lösungswege zur Mobilisierung von Innenentwicklungspotenzialen durch die sog. "Dreifache Innenentwicklung" erarbeitet. Die Bearbeitung erfolgt in enger Einbindung der regionalen Fachakteure bis Mai 2022 durch die Arbeitsgemeinschaft MUST Städtebau GmbH aus Köln, Quaestio Forschung & Beratung GmbH aus Bonn und Stellwerk GbR aus Darmstadt.

Entwicklungsprinzip Dreifache Innenentwicklung


Dem integrierten Entwicklungsprinzip der "Dreifachen Innenentwicklung" entsprechend, soll eine bauliche und funktionale Innenentwicklung (im Sinne einer kompakten Stadt der kurzen Wege) mit einer Ergänzung und Qualifizierung des Grüns sowie mit einer Erhöhung der klimaschonenden Mobilitätsoptionen kombiniert werden, um die möglichen negativen Folgen baulicher Verdichtung (Versiegelung, Verkehrsaufkommen, Verletzlichkeit im Zuge des Klimawandels) von vornherein zu minimieren. So verstanden ermöglicht die "Dreifache Innenentwicklung" die Umsetzung von ortsangepassten baulichen und funktionalen Dichten und gleichzeitig die Chance, die Quantität und Qualität des Freiraums zu erhöhen, die Mobilitätsangebote vor Ort zu optimieren und einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung zu leisten.

Das zentrale Ziel der Bearbeitung ist es, gemeinsam mit AkteurInnen aus der Region, Lösungswege für den Umgang mit Hemmnissen bei der "Dreifachen Innenentwicklung" zu entwickeln sowie mehr Verständnis und Akzeptanz für deren Anwendung zu schaffen.

Kommunalbefragung

Eine Kommunalbefragung im April 2021 bildete den Einstieg in die regionale Zusammenarbeit zur "Dreifachen Innenentwicklung". Hierbei sollte insbesondere in Erfahrung gebracht werden, welchen Stellenwert die Innenentwicklung grundsätzlich in den Kommunen hat, welche Herausforderungen bei der Umsetzung von Innenentwicklungsprojekten gesehen werden und welche konkreten Beispiele in den Erfahrungsaustausch eingebracht werden können. Die Befragung war ein großer Erfolg, das bestätigt die hohe Resonanz auf den Fragebogen mit einer Rücklaufquote von fast 90 Prozent. Im Ergebnis liegen nun unter anderem zahlreiche Projektsteckbriefe mit Beispielen für bereits erfolgte und geplante Innenentwicklungsprojekte vor. Diese bilden eine wichtige Grundlage für drei teilregionale Workshops, die in der zweiten Junihälfte 2021 in einem digitalen Format stattfinden.

Ab Herbst 2021 werden ausgewählte Planungsfälle in „Reallaboren“ mit der Region bearbeitet. Hier werden Vorgehensweisen zum Umgang mit Zielkonflikten anhand konkreter Standorte vertieft und die Potentiale der dreifachen Innenentwicklung herausgearbeitet.

27.5.2021