© Region Köln/Bonn e.V., Jan Danielzok

Agglomerationsprogramm Region Köln/Bonn

Die Region Köln/Bonn steht vor großen Herausforderungen: Insbesondere entlang der Rheinschiene ist mit einem Anstieg der Einwohnerzahlen zu rechnen. Damit einher geht eine hohe Nachfrage nach neuen Siedlungs-, Gewerbe- und Freiflächen. Auch die Themen Mobilität, Verkehrsinfrastruktur und Klimawandel werden tiefgreifenden Einfluss auf die Zukunftsfähigkeit der gesamten Region haben.

Der Region Köln/Bonn e.V. baut mit dem Agglomerationsprogramm auf den 2019 vorgelegten regionalen Dachstrategien Agglomerationskonzept und Regionale Klimawandelvorsorge auf. Ziel ist, dass die Region bis Ende 2022 erstmals eine räumliche Entwicklungsstrategie bzw. ein regionales „Programm“ mit einem integrierten territorialen Ansatz erhält, der speziell auf die lokalen Besonderheiten und Bedarfe abgestimmt ist. Es dient als Beitrag, um die hohe Lebensqualität der Menschen in den Ballungszentren entlang der Rheinschiene sowie dem Umland weiterhin zu gewährleisten und die Entwicklungsfähigkeit der Region, auch als international bedeutsamer Wirtschaftsstandort, zu sichern.

Räumliche Entwicklungsstrategie

Fachakteure und politische Entscheidungsträger aus der Region erarbeiten gemeinsam planerisch-konzeptionelle Ansätze entlang der regionalen Strategien des Agglomerationskonzepts, die inhaltlich weiter vertieft und fortgeschrieben werden. Dafür werden regional bedeutsame Projekte und Kooperationen identifiziert, in einen strategischen Handlungsrahmen eingebunden und gemeinsam mit der Region weiter in Richtung Umsetzung vertieft.

Prozessplanung des Agglomerationsprogramms

Zur konkreten Ausgestaltung des Agglomerationsprogramms Region Köln/Bonn sind folgende Schritte vorgeschaltet:

  • die Analyse von Good-Practice-Beispielen, z. B. aus Basel, dem Ruhrgebiet sowie den (Metropol-) Regionen Hamburg, Hannover und Stuttgart
  • die Erarbeitung eines strategischen Handlungsrahmens
  • die Arbeit in thematischen Entwicklungspfaden

Integration bestehender teilräumlicher Strategieprozesse

Das Agglomerationsprogramm mit seinem strategischen Handlungsrahmen wird im Laufe des Projekts unterschiedlichste Rahmenbedingungen und Schnittstellen berücksichtigen, unter anderem:

Gremien

Die Beteiligung, Kommunikation und Abstimmung erfolgt fortlaufend durch eine Steuerungsgruppe, die sich überwiegend aus Vertretern der Gremien des Region Köln/Bonn e. V., der Kreise und Kommunen sowie der regionalen Kooperationsverbünde zusammensetzt. Aufgrund der guten Erfahrungen, die der Region Köln/Bonn e. V. mit dem Empfehlungsgremium beim Agglomerationskonzept machen konnte, wird ein vergleichbares Gremium als fachliche Instanz und zur Wahrung des Blicks über den regionalen Tellerrand hinaus ebenfalls implementiert. Zudem wird ein politischer Beirat kontinuierlich in die Aktivitäten der Programmerstellung eingebunden, um den regionalen Konsens zu fördern.

„Hebelwirkung“ für die Region

Das Programm soll auch dabei helfen, Fördermittel für Projekte, z.B. in der kommenden EU-Förderperiode einzuwerben, indem es eine zukunftsweisenden integrierten regionalen Handlungsrahmen beschreibt, auf den Bezug genommen werden kann. Durch abgestimmte Maßnahmen und die Adressierung des Programms gegenüber Kommunen, Land, Bund und EU soll eine effiziente Mittelverwendung in der Region gefördert werden.

Das Projekt läuft seit Anfang 2020 für insgesamt drei Jahre. Das Agglomerationsprogramm wird über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Aufrufs Regio.NRW – Innovation und Transfer gefördert.

30. September 2020 (mm)

Kontakt:

Christoph Hölzer
hoelzer[at]region-koeln-bonn.de
0221-925 477-55

Christian Schlump
schlump[at]region-koeln-bonn.de
0221-925 477-65

Franziska Gutzweiler
gutzweiler[at]region-koeln-bonn.de
0221-925 477-22

WEITERE INFORMATIONEN:

Agglomerationskonzept Konzeptband (2019) pdf, 20 MB
Agglomerationskonzept Prozessdokumentation (2019) pdf, 20 MB
Agglomerationskonzept Kartenblätter (2019) pdf, 26 MB

Zur Website:

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