StadtUmland-Verbünde

Großstädte und ihre Nachbarkommunen

In der Region Köln/Bonn stellen sich im stadtregionalen Verflechtungsbereich der Oberzentren Köln und Bonn mit ihren benachbarten Kommunen und Kreisen zentrale Entwicklungsaufgaben. Dies betrifft insbesondere die Wohnraumversorgung und Flächenentwicklung, Mobilitätssicherung und Infrastrukturumbau sowie Freiraumsicherung, -entwicklung und Klimawandelanpassung. Zur Bewältigung dieser Aufgaben bestehen seit mehreren Jahren interkommunale StadtUmland-Kooperationen, konkret das StadtUmlandNetzwerk Köln und linksrheinische Nachbarn (S.U.N.), die Kooperation Köln und rechtsrheinische Nachbarn (K&RN) und der Regionaler Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) mit dem Projekt NEILA.

Der Region Köln/Bonn e.V. unterstützt die einzelnen Verbünde bei ihrer fachlichen und inhaltlichen Arbeit. Zudem übernimmt er die Koordinierungsarbeit bezüglich der Schnittstellen und gegenüber dem Land NRW, sowie die Aufbereitung und Distribution/Kommunikation von Förderprogramm, die für die StadtUmland-Verbünde von Interesse sein könnten.

Zuletzt hat der Verein die Konsortien dabei begleitet das gemeinsame Projektanliegen „RadPendlerRouten“ in den Fokus zu nehmen. Im Rahmen von diversen Workshops wurde deutlich, dass das Thema Radverkehr – insbesondere mit Blick auf Pendler – für alle drei StadtUmland-Verbünde von besonderer Relevanz ist und hier ein vernetzender Akteur unterstützen kann. „Köln und rechtsrheinische Nachbarn“ hat eine Machbarkeitsstudie zu „RadPendlerRouten“ erarbeiten lassen und geht nun über in die nächsten Planungs- und Umsetzungsschritte, u.a. auch über die REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand.

Die drei StadtUmland-Verbünde in der Region Köln/Bonn

  • Stadt Umland Netzwerk (S.U.N.) der Stadt Köln und dem Rhein-Erft-Kreis mit den beteiligten Städten: Bedburg, Bergheim, Brühl, Dormagen, Elsdorf, Erftstadt, Frechen, Hürth, Kerpen, Pulheim, Rommerskirchen und Wesseling

    Das Projekt "Nachwuchs" (=Nachhaltiges Agri-Urbanes zusammenWachsen) thematisiert wachsende Landnutzungsansprüche und -konflikte und will dazu beitragen die Qualität und Identität der landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft zu sichern.
  • Köln und rechtsrheinische Nachbarn (K&RN) der Städte Köln, Leverkusen und Bergisch Gladbach, der beiden Kreise Rheinisch-Bergischer Kreis und Rhein Sieg Kreis mit den beteiligten Städten: Niederkassel, Rösrath und Troisdorf und den Kooperationspartnern Nahverkehr Rheinland (NVR), Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS). Mit dem "Regiebuch" veröffentlichte der Stadtumland-Verbund K&RN 2018 einen strategischen Handlungsrahmen bis 2035, der in einem interkommunalen Werkstattprozess erarbeitet wurde.
  • Regionale Arbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak) der Bundesstadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis mit den beteiligten Kommunen: Alfter, Bad Honnef, Bornheim, Hennef, Königswinter, Meckenheim, Niederkassel, Rheinbach, Sankt Augustin, Siegburg, Swisttal, Troisdorf und Wachtberg

    Im NEILA-Verbundvorhaben in Kooperation mit der TU Dortmund, dem Institut für Landes- und Stadtentwicklungsplanung sowie der WWG Königswinter wird ein nachhaltiges regionales Wachstum angestrebt. NEILA geht davon aus, dass ein verbesserter Interessenausgleich zwischen der Bundesstadt Bonn, dem engeren städtischen Umland und dem ländlichen Raum nur gelingen kann, wenn Instrumente und Maßnahmen zum nachhaltigen Landmanagement und zur Reduzierung von (Flächen-)Nutzungskonflikten integriert gedacht und interkommunal („bottom-up“) abgestimmt sind.

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Kontakt:

Jens Grisar
grisar[at]region-koeln-bonn.de
0221-925 477-40

Christian Schlump
schlump[at]region-koeln-bonn.de
0221-925 477-65