Positionierung und interregionale Kooperation - aktiv im Konzert der Regionen

Im "Europa der Regionen" spielen großräumige Kooperationsräume eine immer wichtigere Rolle, um sich den Anforderungen für eine zukunftsfähige, soziale, ökonomische und gesellschaftliche Entwicklung erfolgreich stellen zu können. Als eigene raumplanerische Bezugsgröße wurden innerhalb Deutschlands nach definierten Maßstäben durch die Ministerkonferenz für Raumordnung zwischen 1995 und 2005 elf Metropolregionen identifiziert.

Die Region Köln/Bonn war dabei ein Bestandteil der großflächigen Europäischen Metropolregion Rhein-Ruhr. Innerhalb dieser Metropolregion etablierten sich zwischenzeitlich zwei eigenständige Teilbereiche: Metropole Ruhr und die Region Köln/Bonn.

2008 wurde anhand der definierten Werte untersucht, in welchem Zuschnitt die Region Köln/Bonn am erfolgreichsten kooperieren kann. Professor Hans H. Blotevogel, TU Dortmund, erarbeitete eine deutliche und wissenschaftlich untermauerte These: Die Region Köln/Bonn hat im eigenen Verdichtungsraum derart wichtige metropolitane Funktionen, dass eine Identifikation als eigenständige Metropolregion Köln/Bonn durchaus berechtigt ist. Aufgrund dieses Gutachtens entschied der Vorstand des Region Köln/Bonn e.V., bundesweit als Teilregion der Europäischen Metropolregion Rhein-Ruhr unter dem Namen Metropolregion Köln/Bonn' aufzutreten.

2017 ist der Verein Metropolregion Rheinland gegründet worden. Die beiden Regierungspräsidentinnen Gisela Walsken (Köln) und Anne Lütkes (Düsseldorf) hatten die Vereinsgründung vorangetrieben, gemeinsam den Prozess begleitet, moderiert, die Steuerungsgruppe ins Leben gerufen, die Satzung, Organisationsform und das Arbeitsprogramm vorbereitet.

Regierungspräsidentin Anne Lütkes (Düsseldorf) flag besonders das Thema moderne und ökologisch vertretbare Infrastruktur am Herzen:  „Eine der wichtigen Aufgaben der neuen Metropolregion, ist der Erhalt von leistungsfähigen Verkehrssystemen, sowie der Ausbau von alternativen, nutzerfreundlichen und zukunftsfähigen Mobilitätsstrukturen im Sinne einer Multimodalität. Ein Beispiel könnte ein in der gesamten Region gültiges ÖPNV-Ticket sein.“

Regierungspräsidentin Gisela Walsken (Köln) bekräftigte den Start der Metropolregion Rheinland: „Das Rheinland ist ein starker Wirtschaftsraum. Deshalb soll der neue Verein Metropolregion Rheinland die Kooperation zwischen zehn kreisfreien Städten und 13 Landkreisen stärken und die Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern intensivieren. Das soll unsere Position in Europa und im internationalen Geschäft ausbauen.“

Seinen Sitz hat der Verein in Köln.

Mit Gründung des Metropolregion Rheinland e.V. hat der Region Köln/Bonn e.V. seine Aufgaben in diesem Handlungsfeld und seine Mitgliedschaften in den Verbünden IKM und METREX an den neuen Verein übergeben.

Kontakt:

Dr. Reimar Molitor
molitor[at]region-koeln-bonn.de
0221 925477-20