Regionale Kulturpolitik des Landes NRW

1. Selbstverständnis

Die Regionale Kulturpolitik ist ein Förderprogramm zur Stärkung der Kultur in den Regionen NRW's. Dabei fördert es zum einen die Strukturentwicklung in den Regionen, zum anderen regt es innovative Projektentwicklungen an.

Das Förderprogramm bietet aufgrund des regionalen Bezugsrahmens eine ideale Größe für interkommunale Diskurse und Entwicklungen. Es unterstützt die Profilierung der Region und schärft das regionale Bewusstsein. So trägt die Regionale Kulturpolitik auch dazu bei, Kirchturmdenken zu überwinden.

Die Regionale Kulturpolitik setzt auf Kooperation und Vernetzung der unterschiedlichen Akteure in der Region. Durch diese Vernetzung entsteht ein besonderer Mehrwert, neue Impulse werden gesetzt, die Partizipation von Kultureinrichtungen jeglicher Größe wird ermöglicht, neue Partner und Themen werden einbezogen. Dabei wird Kultur auch mit ihren Schnittstellen zu anderen Politik- und Aufgabenbereichen wie z.B. Stadtentwicklung und Tourismus wahrgenommen.

Zur Umsetzung des Programms gibt es Kulturbüros bzw. Koordinierungsstellen in den einzelnen Regionen, die ein wichtiges Strukturelement darstellen. Die Koordinatoren und Koordinatorinnen der Kulturbüros beraten Interessierte zum Förderprogramm RKP, schaffen Anlässe für Kommunikation, bieten fachlichen Austausch sowie Qualifizierungen für Kulturinstitutionen an, sind Impulsgeber für Kulturprojekte mit künstlerischer und kultureller Qualität und begleiten/moderieren regionale Netzwerke.

Die RKP als landesweites Förderprogramm berücksichtigt auf der einen Seite die Spezifika einer Region, auf der anderen Seite bietet sie einen Rahmen mit gleichlautenden Förderkriterien, der für alle Regionen gleichermaßen gilt. Die Auswahlverfahren in den einzelnen Regionen erfolgen transparent und nachvollziehbar.

2. Definition Kooperation

Das wichtigste Förderkriterium der RKP ist Kooperation und Vernetzung. Dieses macht den Kern der RKP aus und rechtfertigt eine Landesförderung.

Kooperation heißt:

  • mindestens drei Partner (in begründeten Ausnahmefällen reichen zwei Partner) sind gleichberechtigt an der inhaltlichen Projektentwicklung beteiligt
  • weitere Partner sind wünschenswert – auch zur Bereitstellung von Ressourcen
  • mindestens zwei Partner stammen aus verschiedenen Kommunen
  • jeder Partner bringt sich entweder finanziell oder organisatorisch in das Projekt ein
  • jeder Partner beteiligt sich an den Marketingmaßnahmen/der Öffentlichkeitsarbeit

Weitere Kriterien:

  • die RKP-Förderung ist eine max. 50% Förderung der Gesamtkosten
  • die Förderung kann alljährlich bis zum 30. September für das Folgejahr beantragt werden
  • mindestens eine Beratung durch das Koordinierungsbüro muss frühzeitig vor Antragstellung in Anspruch genommen werden (auch telefonisch möglich)
  • die geforderte Kooperationsqualität (siehe Definition Kooperation) muss jeder Zuwendungsempfänger vorweisen (egal ob kommunal, freie Szene, hauptamtlich oder ehrenamtlich, Künstler oder Institution)
  • ein regionaler Bezug muss gegeben sein
  • eine künstlerische oder kulturfachliche Qualität ist Voraussetzung
  • Marketingmassnahmen müssen Bestandteil des Konzeptes sein
  • die Förderung eines Netzwerkes ohne konkreten Projektansatz ist in Ausnahmefällen möglich – allerdings muss die Kooperationsqualität hier sehr hoch sein

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns. Wir beraten Sie gern. 

Kontakt:

Silke Burkart
0221-925477-78
burkart[at]region-koeln-bonn.de

ACHTUNG: Änderung des Antragsverfahrens!

Bitte beachten Sie, dass Projektdatenblätter ab 2015 nur noch ONLINE eingereicht werden können. Die entsprechenden Formulare erhalten Sie hier.

Gefördert durch

Regionale Kulturförderung des Landschaftsverbandes Rheinland

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