1. Phase NRW.Innovationspartner

Der Region Köln/Bonn e.V. hat vor diesem Hintergrund qualitative Interviews (Ende 2017) mit regionalen Akteuren der Innovationsförderung durchgeführt. Dabei wurden einerseits vorhandene Strukturen ermittelt, andererseits kritische Gesichtspunkte, Wünsche und Lösungsvorschläge formuliert. Es zeigte sich, dass Unternehmen  Hemmungen haben, sich mit Problemen oder Innovationsideen an Wirtschaftsförderungen zu wenden. Innovation ist ein sensibles Handlungsfeld, in dem nicht ohne weiteres gehandelt werden kann. 

Die Ergebnisse der Leitfadeninterviews waren die Basis für einen gemeinsamen Workshop (Feb. 2018) mit den Innovationsberatern. Es konnten gemeinschaftlich erste Zielsetzungen formuliert sowie der Austausch und die Vernetzung der Innovationsberater intensiviert werden.

Ferner wurden Maßnahmen durchgeführt, die KMU auf die Thematik Innovation aufmerksam machten. Mit der Wirtschaftsförderung Leverkusen wurde eine Unternehmensbefragung durchgeführt, die sich dem Thema „open innovation“ widmete. Rund 190 Personen aus Unternehmen nahmen teil; 160 Teilnehmer stammten dabei aus kleineren und mittleren Unternehmen. Ersichtlich wurde, dass insbesondere für KMU die Wirtschaftsförderungen zentrale Ansprechpartner bei Innovationsvorhaben sind. 

Darüber hinaus fanden in 2018 drei Netzwerkveranstaltungen statt, die im Rahmen von NRW.Innovationspartner gefördert wurden. Im Rheinisch-Bergischen Kreis kam man zum RBW-Wirtschaftsforum unter der Überschrift „Innovationskultur im Unternehmen“ zusammen; im Oberbergischen Kreis galt es, „Inspiration für Innovation“ zu schaffen; in Hürth fand das etablierte Veranstaltungsformat „Neue Mobilität bewegt unsere Region“ zum dritten Mal statt. Es konnten den Unternehmen für sie wichtige Trends und die damit verbundenen Auswirkungen auf ihre Branche aufgezeigt werden. Außerdem hatten die Innovationsförderer die Möglichkeit, über ihre Dienstleistungen zu informieren. Am Rande der Veranstaltungen kam es dann zum Austausch zwischen Unternehmen und Beratern. Insgesamt haben an den Veranstaltungen 360 Unternehmen teilgenommen.

Das ursprünglich auf den 31. Juli 2018 befristete Projekt wurde 2018 in eine neue Förderphase überführt.

Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.