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Start der Machbarkeitsstudie

Perspektive für ein regionales Wasserbussystem auf dem Rhein

25.5.2020

Gerade in den dicht besiedelten Städten entlang des Rheins vermutet man Potenziale zur Verminderung der Verkehrsprobleme durch den Einsatz sogenannter Wasserbusse. Sie könnten als Teil des öffentlichen Personennahverkehrs zur Entlastung der Pendlerverkehre beitragen. Die Potenziale werden nun durch eine Machbarkeitsstudie in den kommenden zwölf Monaten näher beleuchtet.

Die Stadt Köln beauftragte im April 2020 eine Bietergemeinschaft, die das überzeugendste Angebot im Rahmen der offiziellen Ausschreibung eingereicht hatte. Zur Bietergemeinschaft gehören die Unternehmen PTV Transport Consult GmbH, TTK GmbH, Rebel Deutschland GmbH und der APPM GmbH.

Im Zentrum der Studie steht die Untersuchung folgender Schwerpunkte:

  • die Entwicklung möglicher Linien- und Bedienkonzepte auf Basis aktueller und künftiger Siedlungs-, Struktur- und Mobilitätsdaten
  • die Planung zur stufenweisen Einführung des Systems als integraler Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehrsangebots
  • die Verknüpfung mit Verkehrsmitteln des Umweltverbunds, speziell mit dem Radverkehr unter Berücksichtigung entsprechender Fahrradmitnahmemöglichkeiten
  • die Prüfung des Einsatzes regenerativer Energien für den Antrieb der Wasserbusse
  • die Klärung der Nutzungspotenziale unter Berücksichtigung einer volkswirtschaftlichen Betrachtung – d.h. über die reinen Investitions- und Betriebskosten hinaus
  • die Identifikation notwendiger Schritte für die Einrichtung eines Wasserbussystems und die Vorlage einer belastbaren zeitlichen Planung für die Umsetzung

Die Federführung des Projekts liegt bei der Stadt Köln, Projektpartner sind die Städte Leverkusen und Wesseling. Der Region Köln/Bonn e.V. unterstützte die Auftraggeber fachlich bei der Ausschreibung und wird die Machbarkeitsstudie im Laufe der nächsten zwölf Monate inhaltlich begleiten. Außerdem koordiniert der Verein im Rahmen von sogenannten regionalen Schulterblicken die Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren, um mögliche Perspektiven für eine Ausweitung des Systems über den Raum Köln/Leverkusen/Wesseling hinaus aufzuzeigen und so innovative Lösungsansätze für eine interkommunale und regionale Mobilitätsentwicklung zu fördern.

Land Nordrhein-Westfalen fördert die Studie aufgrund des Nachhaltigkeitsansatzes

Die Untersuchung wird zu 50 Prozent aus dem „Programm für Rationelle Energieverwendung, Regenerative Energien und Energiesparen“ (progres.nrw) des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert, da sie u.a. die Nutzung alternativer Antriebstechnologien bei der Wahl der Schiffstypen berücksichtigt.

Text: Marion Michels

Kontakt:

Christian Schlump
schlump[at]region-koeln-bonn.de
0221-925 477-65

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