Die Region Köln/Bonn steht vor großen Herausforderungen: Insbesondere entlang der Rheinschiene ist mit einem Anstieg der Einwohnerzahlen zu rechnen. Damit einher geht eine hohe Nachfrage nach neuen Siedlungs-, Gewerbe- und Freiflächen. Auch die Themen Mobilität, Verkehrsinfrastruktur und Klimawandel werden tiefgreifenden Einfluss auf die Zukunftsfähigkeit der gesamten Region haben.

Räumliche Entwicklungsstrategie

Der Region Köln/Bonn e.V. baut mit dem Agglomerationsprogramm auf den 2019 vorgelegten Dachstrategien Agglomerationskonzept und Regionale Klimawandelvorsorgestrategie auf. Gemeinsam mit den (kommunalen) Akteuren wird ein strategischer Handlungsrahmen mit programmatischen Aussagen erarbeitet, der Leitlinien und Anforderungen für beispielhafte Projekte definiert. Auch das im Rahmen des Agglomerationskonzepts erstmalig vorgelegte, informelle räumliche Strukturbild 2040+ wird aktualisiert.

Prozessplanung des Agglomerationsprogramms

Zur konkreten Ausgestaltung des Agglomerationsprogramms Region Köln/Bonn sind folgende Schritte vorgesehen:

  • die Analyse von Good-Practice-Beispielen, z. B. aus Basel, dem Ruhrgebiet sowie den (Metropol-) Regionen Hamburg, Hannover und Stuttgart
  • die Erarbeitung eines strategischen Handlungsrahmens
  • die Arbeit in thematischen Entwicklungspfaden

Integration bestehender teilräumlicher Strategieprozesse

Das Agglomerationsprogramm mit seinem strategischen Handlungsrahmen wird im Laufe des Projekts unterschiedlichste Rahmenbedingungen und Schnittstellen berücksichtigen, unter anderem:

Gremien

Die Beteiligung, Kommunikation und Abstimmung bei der Entwicklung des Programms erfolgt fortlaufend durch eine Steuerungsgruppe, die sich überwiegend aus Vertretern der Gremien des Region Köln/Bonn e. V., der Kreise und Kommunen sowie der regionalen Kooperationsverbünde zusammensetzt. Aufgrund der guten Erfahrungen, die der Region Köln/Bonn e. V. mit dem Empfehlungsgremium beim Agglomerationskonzept machen konnte, wird ein vergleichbares Gremium implementiert. Zudem wird ein politischer Beirat in die Aktivitäten der Programmerstellung eingebunden.

„Hebelwirkung“ für die Region

Das Programm soll dabei helfen, Fördermittel für Projekte, z.B. in der anlaufenden EU-Förderperiode 2021-27 einzuwerben, indem es einen zukunftsweisenden integrierten regionalen Handlungsrahmen beschreibt, auf den jeweils Bezug genommen werden kann. Durch aufeinander abgestimmte Maßnahmen mit Vorbildcharakter und die Adressierung des Programms gegenüber Kommunen, Land, Bund und EU soll eine effiziente Mittelverwendung in der Region gefördert werden.

Das Projekt läuft seit Anfang 2020 für insgesamt drei Jahre. Das Agglomerationsprogramm wird über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Aufrufs Regio.NRW 2018 – Innovation und Transfer gefördert.

Zur Unterstützung bei der Gesamtkoordination des Prozesses wurde Ende 2020 das Begleitbüro „agl Hartz ∙ Saad ∙ Wendl Landschafts-, Stadt- und Raumplanung“ in Kooperation mit „plan + risk consult – Prof. Dr. Greiving & Partner“ und „urbanophil.koeln“ beauftragt.

Download Agglomerationskonzept:

Agglomerationskonzept Konzeptband (2019) pdf, 20 MB
Agglomerationskonzept Prozessdokumentation (2019) pdf, 20 MB
Agglomerationskonzept Kartenblätter (2019) pdf, 26 MB

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